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Cornelius Castoriadis, einflussreicher griechisch-französischer Philosoph des 20. Jahrhunderts, ist Erfinder nicht nur des Begriffs des gesellschaftlichen Imaginären, sondern auch der »Magmalogik«, einer bahnbrechenden Ontologie der Veränderung. Alice Pechriggl zeigt, dass sein lebenslanger Einsatz für Autonomie, radikale Demokratie und die Überwindung des Kapitalismus Gründe sind, ihn und sein Werk nicht weiter in der spaltenden Alternative »Revolutionär oder Denker« zu diskutieren. Sein Wirken kann vielmehr mithilfe des verschränkenden Chiasmas »Denker der Revolution - Revolutionär des Denkens« ausgelotet werden.
Alice Pechriggl war von 2003 bis 2026 Professorin für Philosophie an der Universität Klagenfurt und ist seit 2020 Lehrtherapeutin im ÖAGG (psychoanalytische Psychotherapie und Gruppenpsychoanalyse). Sie ist eine der profundesten Kennerinnen der Arbeiten von Castoriadis. Seit 2026 lebt und arbeitet sie wieder in Wien.