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Erste umfassende Biografie der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterin des 20. Jh. Fünfzig Jahre nach ihrem Tod fordern Ingeborg Bachmanns Briefe eine neue Perspektive auf Leben und Werk dieser Autorin, die uns heute aktueller denn je erscheint. Andrea Stolls Biografie beleuchtet das unübersehbare Spektrum Bachmann'scher Ambivalenzen von seinen Ursprüngen her und führt uns vor Augen, wie diese ikonische Dichterin in eine Spirale von Selbstinszenierung und Selbstzerstörung geraten konnte. Dabei stützt Stoll sich neben wissenschaftlichen Recherchen auf Gespräche mit Zeitzeugen und die Auswertung jüngst veröffentlichter Briefe und Tagebucheinträge. Der erfahrenen Bachmann-Forscherin gelingt so eine erste umfassende Biografie, die viele Rätsel dieses Lebens von den Anfängen bis zu ihrem Ende offenlegen kann. Grenzgänge zwischen Literatur und Leben. Ein Vorwort 1-Kindheit im Zwischenreich 2-Schreiben als Zuflucht 3-Schweigen und Verschweigen 4-Das Gesetz des Vaters 5-Fräulein Niemand 6-Schwarzmarkt der Emotionen 7-Bachmann und Celan 8-Dichterin und Working Girl 9-Zwei Königskinder 10-Literatur als Beruf 11-Der Preis der Freiheit 12-Ecco un'artista 13-Auf Liebe und Tod 14-Mein Vorhaben: Ankommen 15 Wir wären ein Unheil füreinander 16-Fluchten und Ausweichmanöver 17-Ein Drama mit Ankündigung 18-Gespensterbriefe und Auslöschung 19-Weltbürgerin und Verlorene 20-Das Schizoid der Welt 21-Todesarten und Doppelexistenz 22-Das Ende aller Fluchten
Dr. phil. Andrea Stoll wurde 1960 bei Frankfurt am Main geboren und hat in Wien und Mainz Germanistik, Philosophie und Publizistik studiert. 1991 wurde sie mit der Studie zu "Die Erinnerung als ästhetische Kategorie des Widerstandes im Werk Ingeborg Bachmanns" promoviert und hat im Laufe der Jahre weitere Bücher und Essays über die österreichische Schriftstellerin publiziert. Der von ihr initiierte und 2009 mitherausgegebene Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Paul Celan Herzzeit ist ein internationaler Bestseller und liegt in über zehn Sprachen vor. Von 1992 bis 2007 war sie als Dozentin für deutschsprachige Literatur und Drehbuchentwicklung an der Universität Salzburg tätig. Darüber hinaus hat sie als Autorin und Herausgeberin verschiedenste Bücher, Essays und Drehbücher für Film und Fernsehen verfasst. In ihren Drehbüchern wendet sie sich vorwiegend gesellschaftspolitisch relevanten, biografischen oder gesellschaftlich tabuisierten Themen zu. Ihre Fernseh - und Kinofilme wurden vielfach nominiert und ausgezeichnet. Für die Drehbücher der Filme Familienfest und Aufbruch in die Freiheit wurde ihr 2017 und 2019 der Deutsche Fernsehpreis verliehen.