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Die Modejournale des ausgehenden 18. und des beginnenden 19. Jahrhunderts versprachen ihrem breiten Publikum die Vermittlung von Lebensstil und Geschmack. Geschmacksbildung tangierte im zeitgenössischen Verständnis den einzelnen wie das Gemeinwesen. Sie war auch von ökonomischer Bedeutung; die Magazine bemühten sich um eine Gewerbeförderung. Sie waren auf die in Paris und London entworfenen Leitbilder ausgerichtet. Gleichwohl propagierten sie einen «nationalen Geschmack». Es zeigt sich, wie weit die nationale Idee verankert war. Gerade an die Leserinnen richteten sich zahlreiche Artikel, die das Verhältnis zwischen den Geschlechtern zum Thema hatten. Einem komparativen Ansatz folgend wurden gemischte Modemagazine aus England, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Italien herangezogen.
Die Autorin: Astrid Ackermann, geboren 1974; Studium der Geschichte, Sozialwissenschaften und Pädagogik in München, Köln, Utrecht und Jena; 2004 Promotion im Fach Neuere Geschichte an der Universität Jena.
Aus dem Inhalt : Die Journale und ihre Leser - Das Projekt Geschmacksbildung - Mode und Luxus als Thema - Wohnen - Die Diskussion der Geschlechterbeziehungen - Mode und Geschlecht - Nationale Stile - Das Ziel Gewerbeförderung - Ständische Abgrenzungen.