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Wer den Tod fotografiert, kommt ihm irgendwann zu nahe. Der erste Fall für Pressefotograf David Bronski: schnell, präzise, am Puls der Zeit.
Innsbruck im Winter: In einer verlassenen Wohnung wird die Leiche einer Frau entdeckt, die dort seit zwanzig Jahren verborgen lag. Für den Pressefotografen David Bronski ist der spektakuläre Fund die Geschichte seines Lebens. Gemeinsam mit der Journalistin Svenja Spielmann beginnt er, die Identität der Toten zu rekonstruieren. Doch was niemand weiß: Der Fall berührt auch seine eigene Vergangenheit. Bronski lebt von den Schattenseiten des Lebens. Seit Jahren hält er Unglücke, Verbrechen und den Tod mit seiner Kamera fest. In der Abgeschiedenheit seiner Dunkelkammer entwickelt er analog fotografierte Porträts Verstorbener - Bilder zwischen Kunst, Erinnerung und Obsession. Während die Recherche immer tiefer in ein lange verdrängtes Geheimnis führt, gerät auch Bronskis eigenes Leben aus dem Fokus. Bernhard Aichner verbindet in Dunkelkammer einen packenden Kriminalfall mit dem Porträt eines Mannes, der dem Tod näher ist als dem Leben.
Bernhard Aichner (1972) schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke, er ist einer der erfolgreichsten Autoren Österreichs - aber er ist auch Fotograf. Bevor er sich der Werbefotografie zuwandte, war er jahrelang als Pressefotograf für den KURIER tätig. Bei der zweitgrößten Tageszeitung Österreichs erlernte er das journalistische Handwerk. Seine Aufgabengebiete waren vielfältig, im Besonderen war er von der Polizeifotografie fasziniert. Hier ging es um Unfälle, Mord und Naturkatastrophen. Aus diesem Grund siedelt Aichner nun seine neue Buchreihe genau in diesem Milieu an, in dem er sich jahrelang bewegt hat. Er weiß also aus erster Hand, worüber er schreibt. Für seine Kriminalromane wurde Aichner mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017. Mehrere seiner Werke wurden verfilmt, u.a. seine Totenfrau-Trilogie für Netflix/ORF.