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Die Lage der Krankenhäuser, der Krankenkassen sowie der gesamten Volkswirtschaft ist nach wie vor prekär. Der Herbst der Reformen ist ausgefallen, und es ist nicht in Sicht, wann jemals damit zu rechnen ist. Im Gesundheitswesen ist immerhin die Reform der Reform inzwischen in trockenen Tüchern. Egal, wie man zu den Anpassungen steht: Von nun an herrscht Klarheit, und Planbarkeit kehrt wieder ein Stück weit zurück. Das ist gut so. Denn in den nächsten Jahren steht viel an. Angebotsstrukturen müssen zukunftsfest gemacht werden. So bleibt nur eins: die Flucht aus der für viele Krankenhäuser wirtschaftlich prekären Lage nach vorn. Der Krankenhaus Rating Report 2026 schafft die dazu nötige Transparenz im Krankenhausbereich. Er befasst sich mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Krankenhäuser und gibt einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Das Krankenhausreformanpassungsgesetz ist nach langem Ringen seit Ende März 2026 in Kraft. Es passt die mit dem KHVVG initiierte große Krankenhausreform an, indem es Fristen verschiebt, Anforderungen an die Leistungsgruppen abschwächt und den Transformationsfonds auch für Maßnahmen öffnet, die nicht der Schwerpunktbildung dienen und daher eigentlich von den Ländern finanziert werden müssten. Die Vorteile der Schwerpunktbildung dürften daher erst später als geplant realisiert werden können. So bleibt es spannend, ob und wann die Krankenhäuser ihre derzeitige wirtschaftliche Schwäche überwinden können - insbesondere, wenn der befristete 3,25%-Zuschlag auf die Basisfallwerte wieder entfällt, die Finanzierungslöcher der Krankenkassen bestehen bleiben sollten und - bei kommunalen Krankenhäusern - die Defizite der Landkreise und Städte weitere Rekordwerte erklimmen. Der Krankenhaus Rating Report 2026 stellt die aktuelle wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser dar und schreibt diese bis 2035 fort. Er berücksichtigt dabei kurzfristig wirkende Maßnahmen sowie mittel- und langfristige Effekte und Trends. Zudem untersucht er in Sonderanalysen die oftmals kritische Situation der kommunalen Finanzen. Denn Kommunen in finanzieller Schieflage haben künftig weniger Spielraum, um ihre Kliniken in wirtschaftlich schwieriger Lage zu stützen. Der Report identifiziert finanziell bedrohte Kommunen. Zudem geht der Report auf mögliche Folgen einer insolvenzbasierten Marktbereinigung auf die Versorgungslandschaft sowie die möglichen Folgen der GOÄ-Reform für die Krankenhäuser ein. Als Grundlage für den 22. Krankenhaus Rating Report dienen rund 500 Jahresabschlüsse von etwa 900 Krankenhäusern. Diese werden von den Studienautoren des RWI und der hcb GmbH mit freundlicher Unterstützung der Bank im Bistum Essen und der Ecclesia Gruppe analysiert und ihre Beiträge anhand zahlreicher farbiger Schaubilder, Karten und Tabellen veranschaulicht, darunter umfangreiche Benchmarks. Für Krankenhäuser und deren Geschäftspartner sowie für Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft bietet der Report wertvolle, empirisch abgesicherte Erkenntnisse über die Entwicklung des Krankenhausmarkts.
Prof. Dr. Boris Augurzky , gesundheitspolitischer Sprecher am RWI, Geschäftsführer der hcb GmbH sowie Vorstandsvorsitzender der Rhön Stiftung. Dr. Sebastian Krolop , CEO & Founder Planet Health Foundation. Daniel Monsees ist Wissenschaftler im Kompetenzbereich Gesundheit am RWI. Henrik Bergschneider , Wissenschaftler im Kompetenzbereich Gesundheit am RWI. Dr. Adam Pilny , Projektleiter in der hcb GmbH. Prof. Dr. Christoph M. Schmidt ist Präsident des RWI.
E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de