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Eine Reihe des Käte Hamburger Kollegs für kulturelle Praktiken der Reparation CURE (Universität des Saarlandes) Die große Zukunftsaufgabe Europas ist die Neugestaltung seiner Verhältnisse zur Welt. Gemeinsame Perspektiven können heute nicht mehr allein durch ein Mehr an Technologie, Geld oder Bodenschätzen gewonnen werden, sondern entstehen wesentlich aus reparativen Prozessen. Die größten Zerstörungen und Verwundungen - etwa Genozide, durch Kriege erzeugte Traumata, vernichtete Kulturgüter, die Folgen von Erderhitzung, Arten- oder Sprachensterben - sind jedoch irreparabel. Materielle und juristische Kompensationsprozesse erweisen sich hier als unabdingbar, reichen aber allein nicht aus. Kulturelle Praktiken der Reparation stellen demgegenüber eine Arbeit am Irreparablen dar. Ihre Bedeutung besteht darin, dass sie Vielschichtigkeit, Vieldeutigkeit und Vielstimmigkeit herstellen können. So lässt sich die Spannung zwischen irreparablen Zerstörungen und der Notwendigkeit, dennoch weiterzuleben, ausloten, erfahrbar machen und in etwas Neues wenden. Die Reihe unterliegt einem Peer-Review-Verfahren. Editorial Board Isaac Bazié (Université du Québec à Montréal) Isabel Capeloa Gil (Universidade Cathólica Portuguesa, Lisbon) Leyla Dakhli (CNRS/Université Paris 1 Panthéon Sorbonne) Souleymane Bachir Diagne (Columbia University, New York) Mohamed Kerrou (Académie tunisienne des sciences, des lettres et des arts, Beït al-Hikma) Tanja Michalsky (Max Planck Institute for Art History - Bibliotheca Hertziana, Rome) Olivier Remaud (EHESS Paris) Gisèle Sapiro (EHESS Paris) Bénédicte Savoy (Technische Universität Berlin) Sergio Ugalde (El Colegio de México)
Christiane Solte-Gresser, Käte Hamburger Centre for Cultural Practices of Reparation (CURE) / Saarland University, Germany.