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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 2,0, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem Kriegsende 1945 sind immer wieder Vermutungen undVerdächtigungen über eine unrühmliche Rolle der Katholischen Kirche imNationalsozialismus und eine Beteiligung des Vatikans bei der Fluchthilfe vonNaziverbrechern aufgekommen.Ernst Klee schreibt in seinem Buch "Was sie taten - was sie wurden"1, dasssich die Flucht der NS- Verbrecher ins Ausland nach 1945 oft unter derschützenden Hand höchster Kirchenvertreter abspielte.In der Fachliteratur zu dem Thema Fluchthilfe für Nazikriegsverbrecher stößtman derweil auf unterschiedliche Begriffe, die das Thema zumeist über denFluchtwegbegriff erschließen. Darunter sind zu finden: "ratline","Klosterroute", "römischer Weg" und "Vatikanische Hilfslinie".Generell kann man sagen, dass sie alle einen Fluchtweg der Nazis bezeichnen,sich jedoch insofern unterscheiden, als sie im Begriff selber schon darstellen,wer an der Fluchthilfe beteiligt war.Für die vom Vatikan organisierte Fluchthilfe werden demzufolge synonym dieBegriffe "Vatikanische Hilfslinie", "Klosterroute", sowie" römischer Weg"benutzt2, während hingegen der Begriff "ratline" im Zusammenhang mit derFluchthilfe des amerikanischen Geheimdienstes verwendet wird.Die für diese Arbeit relevante so genannte "Vatikanische Hilfslinie3" sollangeblich 1949 stillgelegt worden sein, obwohl Klaus Barbie noch 1951 mitdieser nach Bolivien entkommen sein soll. Eine ähnliche Organisation, wie die"Vatikanische Fluchthilfe", die "Stille Hilfe" ,widmete sich auch unter derLeitung einer Prinzessin Helene von Isenburg, die sich selbst als "MutterElisabeth" bezeichnete, der Rehabilitierung und Unterstützung verurteilter NSTäter,von denen etliche mit Todesurteil in der Festung Landsberg am Lecheinsaßen. Noch bis 1950 sollen diese beiden "Organisationen" Klees zufolgeeng miteinander verwoben gewesen sein.Diesen Verbindungen sowie den Fragen, wie genau die vatikanischeFluchthilfe organisiert war, wer daran beteiligt war und vor allem, wie es zudiesen schrecklichen Verstrickungen kommen konnte, sollen im Folgendennachgegangen werden.1 Klee, Ernst: Was sie taten - was sie wurden. Ärzte, Juristen u. a. Beteiligte am Kranken- oderJudenmord. Frankfurt am Main 1987.2 In der vorliegenden Arbeit soll folgend im Zusammenhang mit der katholischen Kirche undder Fluchthilfe dieser Begriff benutzt werden.3 Die "Vatikanische Hilfslinie" wurde durch den Verfassungsschutz ausgemacht.