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"Das wandernde Licht" von Ernst von Wildenbruch ist eine Novelle, die sich um das geheimnisvolle und unheimliche Geschehen in einem alten Schloss dreht. Die Geschichte beginnt an einer kleinen Bahnstation in der Nähe von Breslau, wo zwei Reisende aus einem Zug steigen. Einer von ihnen ist ein Arzt, der in der Nähe wohnt, und der andere ein Fremder, der in der Stadt übernachten möchte. Während ihrer Fahrt durch die Nacht bemerken sie ein seltsames Licht, das durch die Fenster eines Schlosses wandert. Der Arzt erklärt, dass das Licht von einem Baron stammt, der als verrückt gilt und in dem Schloss lebt. Der Baron, Eberhard von Fahrenwald, ist eine geheimnisvolle Figur, die in den Breslauer Gesellschaftskreisen für Aufsehen sorgt. Trotz seines Reichtums und seiner adeligen Herkunft wird er von den Menschen gemieden, da man ihn für geisteskrank hält. Eines Abends trifft er auf einem Ball die junge Anna von Glassner, eine Waise, die bei ihrem Onkel lebt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine unerwartete Verbindung, und der Baron sieht in Anna seine mögliche Erlösung. Trotz der Warnungen und anonymen Briefe, die Anna erhält, verloben sich die beiden. Die Novelle thematisiert die Suche nach Liebe und Verständnis in einer Welt voller Vorurteile und Misstrauen. Sie beleuchtet die inneren Kämpfe eines Mannes, der von seinen eigenen Dämonen verfolgt wird, und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft durch die Liebe.
Ernst von Wildenbruch war der Sohn des preußischen Generalkonsuls in Beirut und späteren preußischen Generalleutnants Louis von Wildenbruch (1803-1874), der ein illegitimer Spross des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen aus einer seit 1800 andauernden Liaison mit Henriette Fromme (* 12. Februar 1783 in Berlin; - 1828 in Königsberg) war. Die Kinder dieser Liaison, Sohn Louis und Tochter Blanka, wurden am 3. März 1810 durch König Friedrich Wilhelm III. unter dem Namen von Wildenbruch in den preußischen Adelsstand erhoben. Louis von Wildenbruch wuchs als Pflegesohn seines Onkels, des Fürsten Anton Radziwi-- (1775-1832) und dessen Gemahlin, Prinzessin Luise von Preußen (1770-1836), die eine Schwester des 1806 vor Saalfeld gefallenen Prinzen Louis Ferdinand war, auf. Im Radziwi--schen Haus lernte Louis von Wildenbruch die Hofdame seiner Pflegemutter, Ernestine von Langen, kennen, die er am 9. August 1837 heiratete. Aus dieser Ehe gingen Ernst und fünf weitere Geschwister hervor: