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Der Doppelgänger, 1846 erschienen, entfaltet die beklemmende Geschichte des kleinen Petersburger Beamten Jakow Petrowitsch Goljadkin, dessen fragile gesellschaftliche Existenz durch das Auftreten eines scheinbar identischen, doch sozial überlegenen Doppelgängers zerfällt. In einer Prosa, die bürokratische Satire, psychologische Präzision und phantastische Unheimlichkeit verbindet, steht die Erzählung zwischen Gogols grotesker Amtsschreiberwelt und Dostojewskis späterer Tiefenpsychologie. Das Werk untersucht Entfremdung, Scham, Rangordnung und die Auflösung personaler Identität. Fjodor Michailowitsch Dostojewski, 1821 in Moskau geboren, kannte die Spannungen zwischen sozialem Ehrgeiz, Armut und institutioneller Demütigung aus eigener Erfahrung. Nach seiner technischen Ausbildung und dem frühen Erfolg von Arme Leute wandte er sich den seelischen Konflikten jener Menschen zu, die im imperialen Petersburg an Status, Sprache und Anerkennung scheitern. Der Doppelgänger verrät bereits sein lebenslanges Interesse an Bewusstseinsspaltung, Schuldgefühl und gesellschaftlichem Druck. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Dostojewski nicht nur als Autor großer Romane, sondern als experimentellen Erforscher moderner Subjektivität entdecken wollen. Der Doppelgänger ist kurz, dicht und irritierend aktuell: eine Studie über Selbstverlust in einer Welt, die den Menschen nach Funktion und Fassade bemisst.