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Mitten in Berlin: Ein jüdischer Junge überlebt den Holocaust September 1943: Klaus Zwilskys Eltern müssen ihre Berliner Wohnung verlassen und mit ihrem Sohn in das Jüdische Krankenhaus ziehen, wo der Vater die Apotheke leitet. Damit beginnt eine der ungewöhnlichsten Überlebensgeschichten von Juden im 'Dritten Reich', denn das Krankenhaus wurde als einzige jüdische Institution im nationalsozialistischen Deutschland nie geschlossen. Gilad Seliktar hat Klaus Zwilskys Erinnerungen daran in einer meisterhaften Graphic Novel festgehalten, die eindrucksvoll vor Augen führt, was Überleben - und Weiterleben - bedeutet. "Glaubst du, sie haben uns vergessen?" Jedes Mal, wenn Gestapo-Männer durchs Jüdische Krankenhaus in Berlin marschierten, mussten sich die Kinder verstecken. Aber warum? Wussten die Nazis nicht, dass hier noch Juden lebten? Warum die Nationalsozialisten das Krankenhaus nicht wie andere jüdische Einrichtungen schlossen und alle Bewohner und Patienten deportierten, ist bis heute nicht restlos geklärt. Klaus Zwilsky überlebte hier, eingesperrt mit seinen Eltern, Bombenkrieg und Holocaust. Gilad Seliktar hat ihn in seinem Haus im kalifornischen Palm Springs besucht und erzählt seine Erinnerungen an die dunkle Zeit in einer bewegenden Graphic Novel. Seine große Kunst besteht darin, dabei auch seine Begegnung mit Klaus Zwilsky darzustellen und uns mit seinen Augen zurückschauen zu lassen. Ein aufschlussreiches Nachwort erklärt, was wir heute über die unglaubliche Geschichte des Jüdischen Krankenhauses im "Dritten Reich" wissen.
Giald Seliktar, Autor von international erfolgreichen Graphic Novels, wurde 2018 bei der Vergabe des Israel Museum Ben-Yitzhak Award mit einer Ehrenvollen Erwähnung ausgezeichnet. Er lehrt an der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Bei C.H.Beck erschien von ihm bereits "Aber ich lebe. Vier Kinder überleben den Holocaust" (mit Barbara Yelin und Miriam Libicki, ³2024). Charlotte Schallié ist Professorin für Germanistik an der Universität von Victoria in Kanada. Sie ist Leiterin des Projekts "Survivor-Centred Visual Narratives" und Herausgeberin der mehrfach preisgekrönten Anthologie "Aber ich lebe. Vier Kinder überleben den Holocaust".