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Die Quellenedition präsentiert Dokumente zur Stadt und Herrschaft Beeskow aus einem Aktenband des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Dieser vereint eine Chronik des Bürgermeisters Gotthilff Treuer (1604-1671), bekannt als Annales Beesckowienses, mit ausgewählten Manuskripten des 18. Jahrhunderts. Letztere resultierten aus den Bemühungen preußischer Zentralbehörden um eine eingehende landeskundliche Beschreibung der Mark Brandenburg. Gotthilff Treuer entstammte zwei angesehenen Beeskower Familien, aus denen Theologen, Historiker und Dichter hervorgingen - darunter Cyriacus Spangenberg, der bekannte Verfasser der 1572 veröffentlichten Mansfeldischen Chronik. Als pflichtbewusster Sachwalter appelliert Treuer unter Ciceros Motto "Non nobis solum nati sumus" an die Bürger, sich um die Belange der Stadt zu kümmern. Nach den Annales folgen Materialien zur weiteren Stadtgeschichte, die vor allem auf Anfragen der bekannten brandenburgischen Landeskundler Beckmann, von Borgstede, Fischbach und schließlich Bratring zurückgehen. Dieses vom Mittelalter bis zum Ende der Frühen Neuzeit reichende Gesamtwerk ist unter den märkischen Stadt- und Herrschaftschroniken einmalig.
Heinrich Kaak studierte Geschichte und Politologie an den Universitäten Marburg/Lahn, LMU München und FU Berlin. 1990 promovierte er an der FU Berlin und habilitierte 2007 an der Leibniz Universität Hannover. Seit 2012 lehrt Kaak an der Universität Potsdam am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit. Seine Forschungsschwerpunkte sind frühneuzeitliche Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Brandenburgs und Preußens - v. a. ländliche Herrschaftsverhältnisse, die Geschichte Berlins sowie die Geschichte der Ritterorden - besonders der Johanniter.