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"Ratsmädel Und Altweimarische Geschichten" von Helene Böhlau ist eine lebendige Erzählung, die im historischen Weimar spielt. Die Geschichte dreht sich um die Abenteuer der "Ratsmädel", Röse und Marie, die Töchter des Rats Kirsten. Die beiden Schwestern sind bekannt für ihre lebhafte und unbeschwerte Art, die die Bewohner der Wünschengasse gleichermaßen fasziniert und beunruhigt. Die Erzählung beginnt mit einem festlichen Abendessen, bei dem Röse inoffiziell mit Ottokar Thon, einem Adjutanten des Großherzogs, verlobt wird. Trotz der feierlichen Stimmung sind die Mädchen von der Neugier getrieben, die Geistergeschichte der verstorbenen Hofdame Göchhausen zu erkunden, die angeblich im Tieffurther Park spukt. In einer stürmischen Osternacht schleichen sich die Schwestern heimlich aus dem Haus, um mit ihren Freunden Budang, Horny und Ernst Schiller das Geheimnis zu lüften. Die nächtliche Expedition führt zu einer spannenden Begegnung mit einem vermeintlichen Geist, der sich als ein entlaufener Esel entpuppt. Die Geschichte endet mit einer unerwarteten Begegnung mit Ottokar Thon, der ebenfalls im Park auf der Jagd nach einem Fuchs ist. Die Erzählung fängt die jugendliche Unbeschwertheit und den Abenteuergeist der Protagonisten ein und bietet gleichzeitig einen Einblick in die kulturelle und gesellschaftliche Atmosphäre des alten Weimar.
Helene Böhlau war die Tochter des Weimarer Verlagsbuchhändlers Hermann Böhlau und dessen Frau Therese geb. Thon. Sie genoss eine sorgfältige Privaterziehung. Um ihren geistigen Horizont zu erweitern, schickte man sie auf Reisen ins Ausland, wo sie im Orient den Architekten und Privatgelehrten Friedrich Arnd kennenlernte. Beide verliebten sich, und um Helene neben seiner ersten als zweite Frau heiraten zu können, konvertierte Arnd vom Judentum zum Islam und nannte sich fortan Omar al Raschid Bey. Helenes Vater verbot ihr daraufhin das Haus. Er begegnete ihr zwar später noch einmal, ihren Ruhm aber hat er nicht mehr erlebt.