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In "Zwei offene Briefe" richtet sich Ignace Philippe Semmelweis an zwei prominente Professoren der Geburtshilfe, Dr. J. Spaeth und Hofrath Dr. F. W. Scanzoni, um die weit verbreitete Ignoranz und Missverständnisse über das Puerperalfieber zu kritisieren. Semmelweis argumentiert, dass das Puerperalfieber nicht durch atmosphärische Einflüsse, sondern durch die Resorption zersetzter organischer Stoffe verursacht wird. Er hebt hervor, dass die hohe Sterblichkeitsrate unter Wöchnerinnen durch mangelndes Wissen und unzureichende Hygienemaßnahmen in den Kliniken bedingt ist. Semmelweis betont, dass seine Entdeckung der Chlorwaschungen der Hände die Sterblichkeitsrate drastisch senken könnte, wenn sie konsequent angewendet würde. Er fordert die Professoren auf, seine Lehre entweder zu widerlegen oder öffentlich anzuerkennen, um das unnötige Sterben von Müttern und Neugeborenen zu verhindern. Semmelweis' Briefe sind ein leidenschaftlicher Appell für die Anerkennung und Umsetzung seiner lebensrettenden Maßnahmen und eine scharfe Kritik an der medizinischen Praxis seiner Zeit.
Ignace Philippe Semmelweis (auf Ungarisch: Semmelweis Ignác Fülöp), geboren am 1. Juli 1818 in Ofen (deutsche Bezeichnung für Buda, das heute zu Budapest in Ungarn gehört) und gestorben am 13. August 1865 in Döbling bei Wien, ist a Ungarischer Geburtshelfer, der für Händehygiene arbeitete.
Er demonstrierte die Nützlichkeit des Händewaschens nach der Sezierung einer Leiche, bevor eine Entbindung durchgeführt wird. Er zeigte auch, dass Händewaschen die Zahl der durch Kindbettfieber verursachten Todesfälle bei Frauen nach der Geburt verringerte. Bis dahin versuchten Hebammenärzte vergeblich, durch zahlreiche Autopsien zu verstehen, woher das Wochenbettfieber kam. Es war ein schwerer Schlag für diejenigen, die schließlich von Semmelweis' Ideen überzeugt waren: Es stellte sich heraus, dass sie selbst die Krankheit unwissentlich übertrugen.