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Der Artikel "Ein Poet mit Griffel und Feder" aus der "Gartenlaube" von 1876 ist ein Nachruf auf Herbert König, einen der ältesten und angesehensten Künstler der Zeitschrift. Der Text beschreibt Königs Lebensweg und seine künstlerische Entwicklung. König, der als Sohn eines Salzverwalters in Dresden geboren wurde, begann seine Karriere auf der Bühne, bevor er sich der bildenden Kunst zuwandte. Trotz seiner Erfolge als Schauspieler entschied er sich, seine Talente ausschließlich der Kunst zu widmen. Der Artikel hebt Königs außergewöhnliche Beobachtungsgabe und seinen humorvollen Erzählstil hervor, der ihn zu einem beliebten und respektierten Künstler machte. Seine Skizzen, die das Leben in all seinen Facetten darstellen, sind in vielen Ländern verbreitet und zeugen von seinem unermüdlichen Fleiß. Der Nachruf betont die Trauer über Königs Tod, mischt jedoch auch Erinnerungen an seine humorvolle Persönlichkeit und seine Fähigkeit, Freude zu verbreiten. Die Leser der "Gartenlaube" werden ermutigt, Königs Werk und seine Erinnerung in Ehren zu halten.
Jakob Julius David wurde als Sohn eines wohlhabenden jüdischen deutschsprachigen Pächters in Mähren geboren. Die Familie übersiedelte bald nach Fulnek, wo der Vater starb. David wuchs in Söhle auf und besuchte die Gymnasien in Kremsier und Troppau. Hier erkrankte er 1873 schwer an Typhus, wodurch er in seinem Sehvermögen stark eingeschränkt wurde. Außerdem war er seither schwerhörig. Dennoch begann er 1877 in Wien mit dem Studium der Germanistik und Geschichte und nahm lebhaften Anteil am studentischen Leben der Hauptstadt.
Da ihm aufgrund seiner Behinderung der Lehrberuf verwehrt war, arbeitete er zunächst als Hauslehrer und dann als Journalist. Jakob Julius David war als Redakteur und Journalist tätig, u. a. für die Wiener Mode, die Zeit, die Montagsrevue, die Wiener Allgemeine Zeitung, das Neue Wiener Journal und die Wiener Zeitung. Daneben war er freier Schriftsteller.
Im Jahr 1889 erfolgte seine Promotion zum Doktor der Philosophie. Er wechselte vom Judentum zum Katholizismus, was aber keine große Bedeutung hatte, da er weiterhin in regem Kontakt zu jüdischen Persönlichkeiten stand und für jüdische Publikationen, wie die Österreichische Wochenschrift, philosemitische Artikel verfasste. 1891 heiratete David Juliane Ostruska, der Ehe entstammte eine Tochter. 1899 machte er eine ausgedehnte Italienreise. Jakob Julius David schloss sich der Freimaurerloge Zukunft an, für deren Zeitschrift Zirkel er Beiträge verfasste. 1905 erkrankte er an Bronchialkrebs und starb 1906 im Alter von 47 Jahren in Wien und ist auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 52) in einem Ehrengrab beerdigt.