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Die "Xenien" sind eine Sammlung von Sinngedichten, die von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang Goethe verfasst wurden und erstmals 1797 im "Musenalmanach" veröffentlicht wurden. Diese Sammlung besteht aus über 400 Distichen und ist bekannt für ihre scharfsinnige und oft beißende Kritik an literarischen und menschlichen Torheiten. Die "Xenien" greifen nicht nur die Schwächen und Fehler der damaligen Gesellschaft an, sondern bieten auch feinsinnige und treffende Beobachtungen über Kunst, Literatur und das Leben im Allgemeinen. Der Begriff "Xenien" leitet sich vom griechischen Wort für Gastgeschenke ab und wurde von Martial als Titel für das 13. Buch seiner Epigramme verwendet, das sich mit Gegenständen befasst, die traditionell als Gastgeschenke verteilt wurden. Die "Xenien" von Schiller und Goethe erregten großes Aufsehen und wurden später von Ad. Stern neu herausgegeben. Die Zusammenarbeit zwischen Schiller und Goethe in diesem Werk wird durch ihren Briefwechsel dokumentiert. Die "Xenien" sind ein bedeutendes Beispiel für die literarische Zusammenarbeit und den intellektuellen Austausch zwischen zwei der größten deutschen Dichter. Sie spiegeln die kulturellen und gesellschaftlichen Spannungen ihrer Zeit wider und sind ein wichtiger Beitrag zur deutschen Literaturgeschichte.
Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; - 22. März 1832 in Weimar, Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.
Goethe stammte aus einer angesehenen bürgerlichen Familie; sein Großvater mütterlicherseits war als Stadtschultheiß höchster Justizbeamter der Stadt Frankfurt, sein Vater Doktor der Rechte und Kaiserlicher Rat. Er und seine Schwester Cornelia erfuhren eine aufwendige Ausbildung durch Hauslehrer. Dem Wunsch seines Vaters folgend, studierte Goethe in Leipzig und Straßburg Rechtswissenschaft und war danach als Advokat in Wetzlar und Frankfurt tätig. Gleichzeitig folgte er seiner Neigung zur Dichtkunst. Die ersten Anerkennungen in der Welt der Literatur erzielte er 1773 mit dem Drama Götz von Berlichingen, das ihm nationalen Erfolg eintrug, und 1774 mit dem Briefroman Die Leiden des jungen Werthers, dem er sogar europäischen Erfolg verdankte. Beide Werke sind der literarischen Strömung des Sturm und Drang (1765 bis 1785) zuzuordnen.
Als 26-Jähriger wurde er an den Hof von Weimar eingeladen, wo er sich schließlich für den Rest seines Lebens niederließ. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs Carl August politische und administrative Ämter und leitete ein Vierteljahrhundert das Weimarer Hoftheater. Die amtliche Tätigkeit mit der Vernachlässigung seiner schöpferischen Fähigkeiten löste nach dem ersten Weimarer Jahrzehnt eine persönliche Krise aus, der sich Goethe durch die Flucht nach Italien entzog. Die Italienreise von September 1786 bis Mai 1788 empfand er wie eine "Wiedergeburt". Ihr verdankte er die Vollendung wichtiger Werke wie Iphigenie auf Tauris (1787), Egmont (1788) und Torquato Tasso (1790).