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Klaus Reichert gehört zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Essayistik. Sein Buch "Wolkendienst. Figuren des Flüchtigen", das auf der Shortlist des Deutschen Sachbuchpreises stand, hat ihn einem breiten Publikum bekannt gemacht. Mit "I welcome whatever happens" next kehrt er zu einem Thema zurück, das ihn über Jahrzehnte begleitet hat: seiner Beziehung zu John Cage. Aus Begegnungen, Gesprächen und gemeinsamer Arbeit entsteht kein klassisches Künstlerporträt, sondern ein offenes, bewegliches Gefüge aus Erinnerungen und Gedanken.
Reichert schreibt so, wie man ihn kennt: präzise, unaufdringlich, mit einem feinen Gespür für Übergänge - zwischen Musik und Sprache, zwischen Hören und Denken. Immer wieder geht es um Aufmerksamkeit: gegenüber Klängen, gegenüber Texten, gegenüber einem anderen Menschen.
Ein stilles, kluges Buch für Leserinnen und Leser, die Essayistik als Form des Denkens schätzen - und die in Reicherts Schreiben genau jene Verbindung von Klarheit und Offenheit finden, die seine Texte so besonders macht.
Klaus Reichert (geb. 1938) ist Schriftsteller, Übersetzer und Literaturwissenschaftler. Er studierte Philosophie, Germanistik und Anglistik in Marburg, London, Berlin und Frankfurt am Main, u.a. bei Peter Szondi und Theodor W. Adorno. Nach Tätigkeiten als Lektor bei Insel und Suhrkamp (1964-1970) und als Mitherausgeber der Frankfurter James Joyce Ausgabe (1969-1981) war er von 1975 bis 2003 Professor für Anglistik und Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 2002 bis 2011 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Reicherts Werk umfasst Essays, Übersetzungen und Studien zur europäischen und amerikanischen Moderne, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Verbindungen von Literatur, Musik und Philosophie. Er veröffentlichte u.a. Bücher über moderne Literatur, Poetik und ästhetisches Denken und beschäftigte sich intensiv mit Autoren wie James Joyce sowie mit Komponisten wie John Cage.