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Ein junger Mann, der von der Suche nach Sinn und Identität getrieben wird, steht im Mittelpunkt von Malwida von Meysenbugs Werk 'Der heilige Michael'. In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der intellektuellen Erneuerung im 19. Jahrhundert entfaltet sich die Geschichte in einer Welt, die von politischen und sozialen Spannungen geprägt ist. Der Protagonist, Michael, navigiert durch die Herausforderungen seiner Epoche, während er versucht, seinen Platz in einer sich schnell verändernden Gesellschaft zu finden. Diese psychologische Erzählung beleuchtet die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die Michael auf seinem Weg begleiten. Die Themen der Selbstfindung und des persönlichen Wachstums sind zentral in dieser Erzählung, die den Leser in eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Fragen der menschlichen Existenz führt. Meysenbug, eine Pionierin der Frauenbewegung und eine scharfsinnige Beobachterin ihrer Zeit, verwebt in ihrem Werk philosophische Reflexionen mit einer fesselnden Handlung. Die Leser werden eingeladen, über die Bedeutung von Freiheit, Verantwortung und den Einfluss der Gesellschaft auf das Individuum nachzudenken. Durch die Entwicklung von Michaels Charakter und seine Begegnungen mit verschiedenen Ideologien und Lebensweisen, bietet das Buch eine wertvolle Perspektive auf die Herausforderungen und Möglichkeiten, die das Streben nach einem authentischen Leben mit sich bringt. Diese Erzählung lehrt uns, die Komplexität der menschlichen Natur und die Vielschichtigkeit der sozialen Interaktionen besser zu verstehen.
Amelie Malwida Wilhelmina Tamina Rivalier wurde 1816 als neuntes von zehn Kindern des kurhessischen Hofbeamten Carl Rivalier (1779-1847) geboren. Ihr Vater wurde 1825 mit Namensmehrung durch von Meysenbug in den erblichen kurhessischen Adelsstand erhoben, wodurch auch Malwida in den Rang einer Freiin aufstieg. Der badische Diplomat und Politiker Wilhelm Rivalier von Meysenbug war ihr Bruder.
Künstlerische und literarische Anregungen erhielten die Kinder von der Mutter, die sie u. a. mit der Gedankenwelt Friedrich Schlegels und Rahel Varnhagens vertraut machte.[1] Aufgrund politischer Unruhen in Kurhessen zog die Mutter mit Malwida und ihrer jüngeren Schwester 1832 nach Detmold. Durch die Bekanntschaft mit dem Theologiestudenten und Pfarrerssohn Theodor Althaus, der ihr Liebhaber wurde, löste sich Malwida in den folgenden Jahren von ihrer konservativen Prägung und wurde Vertreterin aufklärerischen Gedankenguts. Insbesondere sollte sie sich zeitlebens mit dem Christentum auseinandersetzen; in den 1840er Jahren befasste sie sich mit der Philosophie Hegels und der materialistischen Junghegelianer. Sie trat energisch für Frauenemanzipation ein und kam so mit sozialistischen Kreisen in Verbindung. Schließlich unterstützte sie die Märzrevolution von 1848, was sie endgültig in Widerspruch zu ihrer eher reaktionären Familie brachte. Mit Hilfe einiger Freunde gelang es ihr auch, als Zuschauerin am Vorparlament in der Frankfurter Paulskirche teilzunehmen.