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Ein hochrangiger Beamter, der Herr Etatsrat, steht im Mittelpunkt einer Geschichte, die in der beschaulichen Kleinstadtatmosphäre des 19. Jahrhunderts spielt. Theodor Storm, ein Meister der Novelle, entwirft ein Bild der preußischen Gesellschaft, das von den Spannungen zwischen Tradition und Moderne geprägt ist. Der Etatsrat, ein Mann von Prinzipien und Pflichten, sieht sich mit den Herausforderungen konfrontiert, die der gesellschaftliche Wandel mit sich bringt. Die Erzählung beleuchtet die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, die sich aus den Erwartungen der Gesellschaft und den persönlichen Überzeugungen ergeben. In dieser psychologischen Studie wird die Frage aufgeworfen, wie weit ein Mensch gehen kann, um seinen Platz in einer sich verändernden Welt zu behaupten. Die Themen Pflichtbewusstsein, Ehre und der Kampf um persönliche Integrität ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Storms präzise Beobachtungen und sein feines Gespür für die menschliche Natur machen diese Novelle zu einem zeitlosen Werk, das die Leser in die Gedankenwelt des Protagonisten eintauchen lässt. Durch die Entwicklung der Charaktere und die Darstellung ihrer inneren Kämpfe bietet das Buch eine tiefere Einsicht in die menschliche Psyche und die sozialen Strukturen der damaligen Zeit. Es lädt dazu ein, über die eigenen Werte und die Rolle in der Gesellschaft nachzudenken.
Hans Theodor Woldsen Storm ( 14. September 1817 in Husum, Herzogtum Schleswig; - 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen) war ein deutscher Schriftsteller. Mit seiner Lyrik und Prosa gehört er zu den bedeutendsten Vertretern des Poetischen Realismus. Storm ist vor allem für seine Novellen bekannt, empfand sich allerdings in erster Linie als Lyriker und sah die Gedichte als Ursprung seiner Erzählungen. Für ihn war das Erlebnis das Fundament seiner Gedichte, während er der Gedankenlyrik fernstand. Einige Verse und Novellen richten sich gegen den Adel und kritisieren die Beamtenhierarchie sowie die Verbindung weltlicher und geistlicher Kräfte.
Neben den frühen lyrisch-stimmungsbetonten Werken wie Immensee und Angelica finden sich in der Novellistik seiner mittleren und späten Jahre weitere Themen und Impulse. Zu ihnen gehören religions- und sozialkritische Ideen wie in Veronica, Im Schloß oder Ein Doppelgänger. Mit Kunstmärchen und unheimlichen Novellen wie Draußen im Heidedorf und Renate, Eekenhof und schließlich Der Schimmelreiter steht sein Werk in einem Spannungsverhältnis zu Vorgaben des Realismus.