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Theodor W. Adorno demonstriert in dieser Vorlesung, dass eine Einführung in die Philosophie nur in philosophierender Form sinnvoll ist. Ausgehend von Philosophie-Definitionen bei Platon, Aristoteles, Kant und Hegel unternimmt er Exkurse in alle Bereiche der Geschichte systematisierenden Denkens. Mittels einer Vielzahl von Beispielen aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft macht er in frei fließender Rede spielend vertraut mit philosophischen Zentralbegriffen. Weil Adorno immer wieder die Kritik eines Begriffs mit seiner Verteidigung konfrontiert, wird die Vorlesung zum Musterbeispiel einer dialektischen Einführung, die zugleich der Bestimmung seines eigenen kritischen Denkens gilt. Stets mitgedacht wird der praktische, gesellschaftliche Ort des Denkens - in Verteidigung der Geschichtlichkeit von Vernunft und Denken überhaupt.
Theodor W. Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren und starb am 06. August 1969 während eines Ferienaufenthalts in Visp/Wallis an den Folgen eines Herzinfarkts. Von 1921 bis 1923 studierte er in Frankfurt Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft und promovierte 1924 über Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie. Bereits während seiner Schulzeit schloss er Freundschaft mit Siegfried Kracauer und während seines Studiums mit Max Horkheimer und Walter Benjamin. Mit ihnen zählt Adorno zu den wichtigsten Vertretern der 'Frankfurter Schule', die aus dem Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt hervorging. Sämtliche Werke Adornos sind im Suhrkamp Verlag erschienen.
Michael Städtler, geboren 1970, lehrt Philosophie an der Bergischen Universität Wuppertal.