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Das Sammeln ist als Kulturtechnik zu begreifen, die synchron verschiedene Ausprägungen kennt und diachron einem beständigen Wandel unterliegt. Sammlungen sind Resultate spezifischer Praktiken: Sie spiegeln in ihrer epistemologischen und ästhetischen Anordnung die kulturellen Ordnungen und Topographien ihrer Zeit, wodurch sie Wissensräume ab- und ausbilden. Die Beiträger*innen dieses Readers fokussieren auf sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichten und etablieren damit eine interdisziplinäre kulturwissenschaftliche Sammlungsforschung - ein innovativer Ansatz, der sammlungs- und kulturgeschichtliche Zusammenhänge multiperspektivisch sichtbar macht.
Susanne Friedrich (Dr. phil.) ist Privatdozentin am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie arbeitet bevorzugt mit kultur-, medien- und wissenshistorischen Ansätzen und forscht zur Geschichte der europäischen Expansion und des Alten Reiches. Jana Mangold (Dr. phil.) ist Projektkoordinatorin des Kooperationsprojekts »Kulturtechniken des Sammelns (Erfurt-Gotha)« an der Universität Erfurt. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift für Medienwissenschaft. Ihre Forschungsgebiete sind Formen des Archivs, Geschichte der Medientheorie, Geschichte und Theorie der Rhetorik sowie Medienwissenschaft und DDR-Geschichte. Susanne Rau (Prof. Dr.) ist Professorin für Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit an der Universität Erfurt und dort Programmbeauftragte für den Masterstudiengang »Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte«. Sie forscht zur Stadt-, Religions- und Kartographiegeschichte in Europa und Südasien. Für ihre wegweisenden Arbeiten zur historischen Raumforschung erhielt sie 2023 den Thüringer Forschungspreis für Grundlagenforschung.