Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
"Mitteilungen aus den Memoiren des Satan" von Wilhelm Hauff ist ein faszinierendes Werk, das die Leser in eine Welt voller Geheimnisse und übernatürlicher Ereignisse entführt. Die Geschichte beginnt in einem Gasthof in Mainz, wo der Herausgeber und Übersetzer der Memoiren des Satans eine bemerkenswerte Bekanntschaft mit einem mysteriösen Mann namens Herr von Natas macht. Dieser charismatische Fremde zieht die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich und wird schnell zum Mittelpunkt der Gesellschaft. Seine Anwesenheit bringt eine unerklärliche Freude und Lebendigkeit in den Gasthof, und die Gäste, die ursprünglich nur kurz bleiben wollten, verlängern ihren Aufenthalt, um mehr Zeit in seiner Gesellschaft zu verbringen. Im Verlauf der Erzählung wird jedoch deutlich, dass Natas nicht der ist, der er zu sein scheint. Der Professor, einer der Gäste, vermutet, dass Natas tatsächlich der Teufel in Menschengestalt ist. Diese Vermutung wird durch verschiedene unheimliche Ereignisse und die plötzliche Abreise der Gäste verstärkt. Der Erzähler erhält schließlich ein Manuskript von Natas, das die Memoiren des Satans enthält. Trotz anfänglicher Zweifel und Ängste entschließt er sich, das Manuskript zu dechiffrieren und zu übersetzen. Hauffs Werk ist nicht nur eine spannende Erzählung über das Übernatürliche, sondern auch eine satirische Betrachtung der menschlichen Natur und der Gesellschaft. Es wirft Fragen über die Verführbarkeit der Menschen und die Macht des Bösen auf. Die Geschichte endet mit einem offenen Ende, das den Leser dazu einlädt, über die wahre Identität von Natas und die Bedeutung der Memoiren nachzudenken.
Wilhelm Hauffs Vater August Friederich Hauff war Regierungs-Sekretarius, später Kabinetts-Ministerialregistrator in Stuttgart. Seine Mutter Wilhelmine war die Tochter des Professors der Rechte Karl Friedrich Elsäßer. Wilhelm Hauff hatte einen älteren Bruder Hermann (1800-1865) und die beiden jüngeren Schwestern Marie (* 1806) und Sophie (* 1807). Nach dem Tod des Vaters 1809 zog die Mutter mit den Kindern zu ihrem Vater nach Tübingen in die Haaggasse.
Hauff besuchte von 1809 bis 1816 die Schola Anatolica, die damalige Tübinger Lateinschule, und nach bestandenem Landexamen ab 1817 die Klosterschule in Blaubeuren. Er studierte von 1820 bis 1824 als Stipendiat des Evangelischen Stifts Tübingen an der Universität Tübingen Theologie und wurde zum Dr. phil. promoviert. Er war Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen.[1][2] Aus dieser Zeit stammen einige im Kommersbuch abgedruckte Texte von Studentenliedern.
Hauff arbeitete von 1824 bis 1826 in Stuttgart bei Ernst Eugen Freiherr von Hügel als Hauslehrer und reiste danach durch Frankreich und Norddeutschland. 1825 trat er mit der Satire Der Mann im Mond hervor, in der er Stil und Manier des Trivialautors Heinrich Clauren und dessen Erzählung Mimili virtuos nachahmt und der Lächerlichkeit preisgibt. Zwei Jahre später legte er mit der Controvers-Predigt über H. Clauren und den Mann im Mond den literarischen Bluff offen.
Im Januar 1827 wurde er Redakteur des Cottaschen Morgenblattes für gebildete Stände. Im Februar heiratete er seine Cousine Luise Hauff (* 6. Januar 1806; - 30. Juli 1867), die er 1823 in Nördlingen kennengelernt und mit der er sich 1824 verlobt hatte. Im August unternahm er eine Studienreise durch Tirol, bei der er Material für ein geplantes Werk über Andreas Hofer sammeln wollte. Während der Reise infizierte er sich mit Typhus und kehrte krank zurück.
Am 10. November 1827[3] wurde die Tochter Wilhelmine geboren (- 2. Januar 1845). Hauff starb acht Tage später an einer Typhuserkrankung kurz vor seinem 25. Geburtstag. Das Grab der Familie befindet sich auf dem Hoppenlaufriedhof in Stuttgart.