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"Phantasien im Bremer Ratskeller" von Wilhelm Hauff ist ein literarisches Werk, das die Erlebnisse und Gedanken eines jungen Dichters während einer nächtlichen Weinprobe im Bremer Ratskeller schildert. Der Erzähler, der sich anlässlich seines persönlichen Schalttages in den Keller begibt, reflektiert über seine Vergangenheit und die Bedeutung von Erinnerungen. Während er die verschiedenen Weine probiert, wird er von Geistern der Vergangenheit besucht, darunter die zwölf Apostel und die Rose, die symbolisch für die Weine stehen. Diese Geister verkörpern die Geschichte und Tradition des Weines und bieten dem Erzähler eine Gelegenheit zur Selbstreflexion. Die Erzählung ist geprägt von einer Mischung aus Humor, Melancholie und einer tiefen Wertschätzung für die Kultur des Weines. Hauff nutzt die Weinprobe als Metapher für das Leben und die Erinnerungen, die im Laufe der Zeit reifen und an Bedeutung gewinnen. Der Text ist ein Beispiel für Hauffs Fähigkeit, Fantasie und Realität zu verbinden und dabei eine lebendige und eindrucksvolle Atmosphäre zu schaffen.
Wilhelm Hauffs Vater August Friederich Hauff war Regierungs-Sekretarius, später Kabinetts-Ministerialregistrator in Stuttgart. Seine Mutter Wilhelmine war die Tochter des Professors der Rechte Karl Friedrich Elsäßer. Wilhelm Hauff hatte einen älteren Bruder Hermann (1800-1865) und die beiden jüngeren Schwestern Marie (* 1806) und Sophie (* 1807). Nach dem Tod des Vaters 1809 zog die Mutter mit den Kindern zu ihrem Vater nach Tübingen in die Haaggasse.
Hauff besuchte von 1809 bis 1816 die Schola Anatolica, die damalige Tübinger Lateinschule, und nach bestandenem Landexamen ab 1817 die Klosterschule in Blaubeuren. Er studierte von 1820 bis 1824 als Stipendiat des Evangelischen Stifts Tübingen an der Universität Tübingen Theologie und wurde zum Dr. phil. promoviert. Er war Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen.[1][2] Aus dieser Zeit stammen einige im Kommersbuch abgedruckte Texte von Studentenliedern.
Hauff arbeitete von 1824 bis 1826 in Stuttgart bei Ernst Eugen Freiherr von Hügel als Hauslehrer und reiste danach durch Frankreich und Norddeutschland. 1825 trat er mit der Satire Der Mann im Mond hervor, in der er Stil und Manier des Trivialautors Heinrich Clauren und dessen Erzählung Mimili virtuos nachahmt und der Lächerlichkeit preisgibt. Zwei Jahre später legte er mit der Controvers-Predigt über H. Clauren und den Mann im Mond den literarischen Bluff offen.
Im Januar 1827 wurde er Redakteur des Cottaschen Morgenblattes für gebildete Stände. Im Februar heiratete er seine Cousine Luise Hauff (* 6. Januar 1806; - 30. Juli 1867), die er 1823 in Nördlingen kennengelernt und mit der er sich 1824 verlobt hatte. Im August unternahm er eine Studienreise durch Tirol, bei der er Material für ein geplantes Werk über Andreas Hofer sammeln wollte. Während der Reise infizierte er sich mit Typhus und kehrte krank zurück.
Am 10. November 1827[3] wurde die Tochter Wilhelmine geboren (- 2. Januar 1845). Hauff starb acht Tage später an einer Typhuserkrankung kurz vor seinem 25. Geburtstag. Das Grab der Familie befindet sich auf dem Hoppenlaufriedhof in Stuttgart.