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Zwi Nigal wurde 1923 in Wien geboren. In der Geschichte seiner Familie findet sich das ganze Spektrum antisemitischer Verfolgung: Schikanen, Deportation, Ghetto, Lager, bis hin zur Abweisung illegaler Flüchtlinge, die, den NS-Konzentrationslagern entkommen, vor Haifa von den Briten abgefangen und im Indischen Ozean interniert wurden. Er selbst kam 1939 legal ins Britische Mandatsgebiet Palästina, wo arabischer Terror den Neuanfang bedrohte. Der Überlebenskampf ging weiter, auch nach der Staatsgründung. Er wirkte am Aufbau des Staates Israel mit und verteidigte ihn in zahlreichen Kriegen. Ein erfahrungsreiches Leben, von dem Zwi Nigal als Zeitzeuge an Schulen sagte: "Ich habe immer Glück gehabt." In seinem persönlichen Schicksal spiegeln sich einhundert Jahre Zeitgeschichte. Er legt jedoch nicht nur ein eindrückliches Zeugnis von leidvoller Erfahrung ab, sondern auch vom Hoffen und Weitergehen, vom ständigen Kampf um das Existenzrecht, sowohl von Jüdinnen und Juden als auch des Staates Israel.
(1923-2023) kam 1939 mit der Jugendalijah von Wien nach Palästina. Mit 18 Jahren ging er als Freiwilliger in die britische Armee und kämpfte in der jüdischen Brigade in Italien. Später diente er in der israelischen Armee, die er auch in New York vertrat. Nach dem Militär arbeitete er in der Industrie, nach der Pensionierung als Reiseleiter und Zeitzeuge, wofür er 2022 mit dem Simon-Wiesenthal-Preis ausgezeichnet wurde.