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Ob spannende Neuerscheinungen, zeitlose Lieblingsbücher oder besondere Entdeckungen abseits des Mainstreams – hier stellen wir euch eine kleine Auswahl unserer aktuellen Buchempfehlungen vor. Diese und viele weitere tolle Bücher findet ihr bei uns im Manifest Bücher & Café. Kommt vorbei, stöbert und entdeckt euren nächsten Leseliebling!
Digitale Technologien bilden heute die Speerspitze kapitalistischer Akkumulation und Zerstörung. Digitale Plattformen, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz intensivieren bestehende Ausbeutungsformen und technologische Herrschaft. Linke Antworten darauf verbleiben oft auf der Ebene von Regulierung und individualistischer Technikaneignung. 'Digitale Solidarität' setzt hier an und fragt: Wie lassen sich die Logiken der kapitalistischen Digitalisierung überwinden, um Technologien konsequent an Bedürfnissen auszurichten?
Aline Blankertz und Malte Engeler zeigen, wie techniklibertäre Ideologien selbst progressive Vorstellungen der Digitalisierung prägen und verzerren. Sie analysieren die Ambivalenz bürgerlicher Konzepte wie Privatheit, Open Source und digitale Souveränität und unterziehen sie einer grundlegenden Kritik. Darauf aufbauend plädieren sie für die Verbindung linker Kämpfe - von Hacking über Vergesellschaftung bis hin zum Einsatz digitaler Technologie in anderen Wirtschaftsweisen. So entwerfen sie die Perspektive einer radikal anderen, antikapitalistischen, technologiekritischen und solidarischen Digitalisierung.
Aline Blankertz, geb. 1987, ist angewandte Ökonomin und Teil des digitalpolitischen Kollektivs Structural Integrity. Sie forscht zu digitalen Märkten, Vergesellschaftung und Technologiekritik.
Malte Engeler, geb. 1983, ist promovierter Rechtswissenschaftler und Teil von Structural Integrity. Er forscht zu Datenrecht, postkapitalistischer Datenökonomie und solidarischer Digitalpolitik.
zum Produkt € 16,00*
Emma Rodenstock ist ein Phänomen. Kritik, Talkshows und Publikum reißen sich um die junge Dichterin aus der Unterschicht. Sie gibt der Debatte um Klassismus und Privilegien ein Gesicht. Bis Nazanin Esfahani, aufstrebende Journalistin, eine Unstimmigkeit in ihrer Geschichte findet. Sehr bald taucht auch eine zweite Lyrikerin auf, die Emmas Texte geschrieben haben will. Kann das wahr sein? Es wäre ein handfester Skandal. Und für Nazanin ein Coup. Doch wem ist damit geholfen? Und wem schadet es? Ein hochunterhaltsamer Roman über die Macht von Geschichten in Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie. 'Eine Heldin, die man bewundert und verabscheut. Ich will mit Emma befreundet sein und habe Angst vor ihr.' Caroline Wahl 'So klug und schlagfertig erzählt, wie nur Özge -nan es kann. Ein Kopfsprung in die Fragen um Authentizität, Aneignung und öffentliche Aufregung. Ein skandalös gutes Buch!' Mithu Sanyal 'Ein Roman von seltener Eleganz über die älteste Versuchung des Schreibens: sich ein erzählbares Ich zu dichten. Gedanklich und sprachlich so umwerfend präzise wie pointiert - und von einer Sogkraft, die einen bis zur letzten Seite nicht loslässt.' Samira El Ouassil
zum Produkt € 24,00*
Wie Europa Afrika unterentwickelte ist ein umfassendes Werk der politischen Ökonomie, das die Auswirkungen der Sklaverei und des Kolonialismus auf die Geschichte des internationalen Kapitalismus detailliert beschreibt. In diesem klassischen Buch legt Rodney entschlossen dar, dass die 'Fehlentwicklung' Afrikas kein natürliches Merkmal der geografischen Lage ist, sondern ein direktes Produkt der imperialistischen Ausbeutung des Kontinents, eine Tatsache, die bis in die Gegenwart anhält. Das akribisch recherchierte Buch Wie Europa Afrika unterentwickelte ist nach wie vor eine wichtige Studie zum Verständnis der so genannten 'großen Kluft' zwischen Afrika und Europa, ebenso wie es eine wichtige Quelle ist, um die zunehmende globale Ungleichheit heute zu verstehen. Gleichzeitig räumt Rodney mit dem weit verbreiteten Irrtum auf, dass die ökonomische Ausbeutung des afrikanischen Kontinents auf rassistischen Einstellungen von Herrscher*innen der entwickelten kapitalistischen Länder beruht. Viel mehr bringt er den Leser*innen die Methode nahe, Unterdrückung als etwas zu verstehen, das auf Ausbeutung beruht und nicht umgekehrt. Für das Verständnis von Rassismus heute und seine Funktion im Kapitalismus ist das eine grundlegende Voraussetzung. Das Buch wird unter einem neuen Titel und komplett neuer deutscher Übersetzung veröffentlicht. Zusätzlich zum Hauptwerk wurden zu dem Buch Texte von Bafta Sarbo zum Leben und politischen Wirken Rodneys, eine Analyse des Imperialismus und Widerstand dagegen in Afrika heute von Sozialisten aus Nigeria sowie ein Beitrag zu Rodney, der Permanenten Revolution und dem Kampf für Sozialismus von René Arnsburg beigesteuert.
zum Produkt € 20,00*