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Jorgos Flambouraris empfiehlt :
Preisträger 'Das politische Buch 2026' der Friedrich-Ebert-Stiftung
KI und AGI (Artificial General Intelligence), ihr menschenverachtendes Weltbild und unsere Zukunft
Warum wird künstliche Intelligenz als Heilsbringer für die größten Probleme der Menschheit gehandelt, obwohl die Industrie auf Ausbeutung und Menschenverachtung beruht? Die öffentliche Spekulation über Erlösung oder Auslöschung durch KI lenkt von den erheblichen gesellschaftlichen Schäden heutiger KI ab. Und sie verdeckt die zunehmend faschistischen Tendenzen, die sich im Zusammenspiel von Tech-Industrie und der neuen Rechten bilden. Der preisgekrönte Essay wurde vollständig überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht.
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Am 17. Mai 1943 wird Salomon Waterdragers jüdische Familie in Amsterdam verhaftet. Voll ohnmächtiger Wut versucht Waterdrager die Nazis davon zu überzeugen, dass es sich um einen Irrtum handelt - und sitzt dabei selbst einem schrecklichen Irrtum auf. Ans Ende der Welt ist das erste literarische Zeugnis der Deportation holländischer Juden durch die Nazis. Voller Szenen, die Weil als Emigrantin in Amsterdam selbst mitangesehen hatte: die Abholung der Familien, der Aufenthalt im Theater Schouwburg, das als Sammellager dient, die Arbeit des Jüdischen Rates, der die Verhafteten beruhigt und versorgt, und auch die Arbeit einer Widerstandsgruppe. Vor allem aber: die Verhöre und die Folter durch die Nazis, die die Gefangenen dazu bringen, Verrat an ihren Nächsten zu begehen. Beklemmend schildert Grete Weil die Atmosphäre der Angst, Verzweiflung und Hoffnung, an die sich die Verlorenen klammern. Aber sie erzählt auch einfühlsam von einer ersten, scheuen Liebe im Angesicht des nahen Todes.
zum Produkt € 18,00*
'Eine Familien- und Leidensgeschichte, eine deutsch-polnische Coming-of-Age-Story, in der er die Jahre der Pflege verarbeitet und die Mutter verewigt hat.' Der Spiegel Marcin wächst auf in prekären Verhältnissen: Seine Mutter floh in den 1980ern aus Polen nach Deutschland, um ihn, ihr zweites Kind, hier großzuziehen. Sie arbeitet hart als Altenpflegerin, sie trinkt zu viel, und irgendwann sieht sie in ihrem Sohn nur noch den Antagonisten. Währenddessen versucht Marcin, mit Videospielen, Nu Metal und Gedichten herauszufinden, wer er ist und hier in Deutschland sein kann.- In dieser Spannung leben die beiden mit- und gegeneinander. Erst spät im Leben - die alternde Mutter ist schwer krank, und Marcin pflegt sie - offenbart sich die Familiengeschichte in Gänze: eine Lebenserzählung zwischen Anekdote und Abgrund. Der Krieg ist nicht vorbei. Kein Krieg ist je vorbei.- 2023 fand Martin Piekar mit einem Auszug aus diesem Roman beim Bachmann-Preis in Klagenfurt begeistertes Echo; er wurde mit dem Robert-Gernhardt-Preis 2024 ausgezeichnet und war 2025 für den Alfred-Döblin-Preis nominiert.
zum Produkt € 26,00*
Daniel Isaacson ist der Sohn jüdischer Eltern mit kommunistischer Überzeugung. Sie wurden der Spionage verdächtigt, in einem aufsehenerregenden Prozess zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der damals vierzehnjährige Daniel und seine neunjährige Schwester Susan wurden von Pflegeeltern adoptiert. Seither sind Jahre vergangen. Der Roman spielt 1967 und beginnt mit Daniels Reise zu Susan, die nach einem Suizidversuch in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde. Ihre Verzweiflung zerstört Daniels bisherige Anstrengungen, die grauenvollen Kindheitserinnerungen zu verdrängen. Er versteht nun, dass er die Vorgänge um die Verdächtigung, die Verhaftung und Verurteilung seiner Eltern wieder aufrollen muss. Dabei gibt er sich nicht nur mit den Bildern zufrieden, die ihm aus der Kindheit im Gedächtnis geblieben sind. In seiner Spurensuche rekonstruiert er auch systematisch den Prozess und die Strategie des Verteidigers, prüft die Schuld der Personen, die seine Eltern denunziert hatten, und erforscht dabei das politische Bewusstsein seiner eigenen Generation.
E. L. Doctorow, der mit diesem Roman "in die erste Reihe zeitgenössischer amerikanischer Autoren aufgerückt ist" (New York Times), benutzt das historische Material des während der McCarthy-Ära geführten Prozesses gegen Ethel und Julius Rosenberg wegen angeblicher Atomspionage als Idee zu seinem fesselnden, auch heute wieder hochaktuellen Roman.
Der Roman wurde 1983 von Sidney Lumet unter dem Titel "Daniel" verfilmt.
zum Produkt € 29,00*
Für Auggie Schnuck sieht die Zukunft so gut aus wie nie zuvor. Als Wrestler hat er fast alles erreicht. Mit Nadine, der Liebe seines Lebens, plant er ein gemeinsames Zuhause. Doch er traut seinem Glück nicht. Je besser es läuft, desto mehr verwandelt sich Auggie, der eigentlich zum Film will, in seine Figur -The Aug-. Ein raffiniert erzählter Roman über Träume, die wahr werden und an den Rand von Verstand und Wirklichkeit führen, über Künstlichkeit, Kampf und Zärtlichkeit.
zum Produkt € 26,00*
Lange Zeit nach der Befreiung konnte der junge Elie Wiesel über seine Schreckenserfahrungen in den Todeslagern der Nationalsozialisten nur schweigen. Worte schienen ihm unzulänglich, das Geschehene festzuhalten. Nach zehn Jahren begann er, seine Erinnerungen niederzuschreiben, zunächst in seiner Muttersprache, dem Jiddischen. Das erste Zeugnis trägt den Titel ""...un di velt hot geshvign". Dieses Buch wird hier, 70 Jahre nach seinem ursprünglichen Erscheinen, erstmals übersetzt und zusammen mit Elie Wiesels weltberühmten Bericht "Die Nacht" publiziert. Der Band stellt eine einzigartige Zusammenstellung zweier Dokumente vor, die für die Erinnerungskultur für heute und morgen von höchster Bedeutung sind.
zum Produkt € 62,00*
Die Bewohner von Gravesend, einem italienischen Arbeiterviertel in Brooklyn, verbindet ein Fluch, der unter Amerikanern weit verbreitet ist: die unerfüllte Hoffnung, ihr Leben für ein besseres Leben einzutauschen. 1986. Risa Franzone lebt mit ihrem gewalttätigen Ehemann Saverio und ihrem acht Monate alten Baby Fabrizio in einer Erdgeschosswohnung in der Saint of the Narrows Street. Als ihr betrunkener Ehemann eine Wa e auf den Tisch legt und ihre Schwester Giulia bedroht, schlägt Risa ihn, außer sich vor Wut, mit einer gusseisernen Pfanne nieder. Tragischerweise schlägt Sav beim Sturz mit dem Kopf auf einen Tisch auf und stirbt. Die Schwestern stehen vor der Entscheidung die Cops zu benachrichtigen und Notwehr geltend zu machen oder die Leiche des Mannes verschwinden zu lassen. Risa und ihre Schwester rufen einen Freund aus der Nachbarschaft zu Hilfe. Chooch begräbt mit ihnen die Leiche und die drei vereinbaren, den Mord ein Leben lang geheim zu halten. Allen in Gravesend erzählen sie, Sav sei verschwunden. Alle außer ihrem Sohn, der kaum spricht, schaffen es, ein halbwegs normales Leben zu führen, bis Jahre später Savs Bruder Roberto auftaucht und Risas Geschichte in Frage stellt.
zum Produkt € 26,00*
Ende der 1950er Jahre verlässt Pantelis seine Heimat. Nach dem Militärdienst auf Zypern steigt er mit einem Sperrholzkoffer in den Zug nach Stuttgart - auf der Suche nach Arbeit, Freiheit und einem neuen Leben. Bei Bosch findet er seine erste Anstellung, erlebt flüchtige Lieben und begegnet schließlich Katerina, einer jener vielen griechischen Frauen, die in den 1960er Jahren nach Deutschland kamen. In Pantelis' Koffer ruhen die Geschichten einer ganzen Generation: Erinnerungen an Vertreibung, Krieg und Diktatur, an Aufbruch und Verlust. Jahrzehnte später entfalten sie sich im Leben seiner Tochter, die im multikulturellen Ludwigsburg aufwächst - zwischen zwei Welten, zwei Sprachen und zwei Blicken: dem des erinnernden Kindes und dem der erwachsenen Frau, die ihr Gedächtnis nährt. Doch wer ist der rätselhafte Astyanax, der sie dazu bringt, die Wirklichkeit in doppeltem Licht zu sehen? Ein postmigrantischer Roman über Heimat und Entwurzelung, über die Macht der Erinnerung, die deutsch-griechischen Beziehungen und die gemeinsame europäische Identität - sinnlich, poetisch und von leuchtender Intensität.
zum Produkt € 19,80*
Lon Chaney, geboren 1883 als Sohn gehörloser Eltern in Colorado Springs, prägte mit unvergleichlicher Wandlungsfähigkeit die Stummfilmära Hollywoods und wurde als 'Der Mann mit den 1000 Gesichtern' zum Inbegriff der Masken- und Charakterkunst. Die Biografie beleuchtet Chaneys Anfänge auf Theaterbühnen und Vaudeville-Touren, seine bahnbrechenden Rollen etwa als Quasimodo in 'Der Glöckner von Notre Dame' und als Phantom in 'Das Phantom der Oper' sowie seinen mühevollen, kreativen Aufstieg zum Leinwandstar, dessen Talent für Make-ups und emotionale Tiefe Filmgeschichte schrieb. Das Buch lädt zu einer Reise durch frühes amerikanisches Showbusiness, Kino und Chaneys einzigartiges Vermächtnis ein."
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Ein Flugzeugabsturz im Krieg. Nomadische Tataren retten den einzigen Überlebenden, reiben ihn mit Fett ein und umwickeln ihn mit Filz. Aus dieser mythischen Szene formt sich Joseph Beuys: Künstler, Aktivist, Provokateur mit Filzhut und Fischerweste. Kann nur die Kunst unsere Welt noch retten? Davon war Joseph Beuys überzeugt. Sein Leben lang kämpfte er für seine Vision einer Gesellschaft, in der jeder Mensch ein Künstler ist.
Vierzig Jahre nach Beuys' Tod sind dessen Ideen und Konzepte noch immer lebendig. Lenz Mosbacher zeichnet ein vielschichtiges Porträt jenseits klassischer Biografie und spürt den Geschichten nach, die Joseph Beuys selbst in die Welt gesetzt hat. In fiktiv verdichteten Episoden begegnet Beuys der Intellektuellen Susan Sontag, wird von radikalen Frauenfiguren wie Ulrike Meinhof herausgefordert und trifft schließlich in der Gegenwart auf eine neue Generation von Aktivist*innen, die im besetzten Hambacher Forst seine Ideen von Kunst und Veränderung neu deuten.
"Beuys - Die Erfindung der Wahrheit" ist ein visuelles Porträt - poetisch, streitbar, aktuell. Ein Buch für alle, die Kunst nicht nur betrachten, sondern hinterfragen und weiterdenken wollen.
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