Lesung und Gespräch mit Susanne Fischer und Jan Philipp Reemtsma, Moderation: Jan Bürger
Tagebücher von Arno Schmidt waren bisher fast unbekannt. Der Autor selbst erhob es zum Programm, Alltagsbeobachtungen in seine Romane und Erzählungen eingehen zu lassen. Wozu dann noch ein Tagebuch? – Nur, um den Tagesablauf in Kurzform zu verzeichnen. Doch Alpträume, Störungen durch Besucher, Briefe und diverse Anforderungen von außen – mit einem Wort: "Tinnef" – nötigten ihm immer wieder ein paar zusätzliche Sätze ab. Susanne Fischer, Geschäftsführender Vorstand der Arno Schmidt Stiftung, hat Schmidts Tagebücher aus den Jahren 1957 bis 1962 jetzt erstmals herausgegeben und hervorragend kommentiert. Sie zeigen uns den 1914 in Hamburg geborenen Schriftsteller, der zu den einflussreichsten der Bundesrepublik gehörte, dann doch von überraschenden Seiten: im ungeliebten Darmstadt, beim Umzug nach Bargfeld, der endlich die ersehnte Ruhe in der norddeutschen Abgeschiedenheit brachte, bei Erfolgen und Enttäuschungen, einer Ehekrise und existenziellen Zweifeln am eigenen Schreiben.
Der Literaturwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma setzt sich seit Jahrzehnten für Schmidts Lebenswerk ein und gehört zu dessen besten Kennern. Zusammen mit der Herausgeberin Susanne Fischer stellt er die Edition im Gespräch mit Jan Bürger vom Deutschen Literaturarchiv vor...und Blattgold ist mit einem Büchertisch begleitend dabei...
Kommst Du mit in den Alltag, kommst Du mit in das neue Jahr?
Wir laden ein zu einer weiteren Runde Literatur-POP-Musik und zum popkulturellen Neujahrsempfang bei Blattgold. Kasia Kandel (Illustratorin und Künstlerin) und Andre Jegodka (Autor und Booker) werden das gerade erschienene Quartett zu dem Buch "Kommst Du mit in den Alltag" vorstellen. Zudem werden die Beiden ihren künstlerischen Alltag, sowie Leben und Arbeiten in der Kreativindustrie in einem Werkstattgespräch reflektieren.
Wir freuen uns auf einen vielseitigen Abend und gute Gespräche - mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien der Stadt Hamburg.
Lesung und Gespräch mit Yuko Kuhn - inklusive japanischer Köstlichkeiten
Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter gestorben ist, bucht sie zwei Flüge. Ein letztes Mal will sie ihre Mutter zu ihrer Familie in Japan bringen, auch wenn sie weiß, wie riskant es ist, einen dementen Menschen aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Und wirklich hat sie Keiko noch nie so verloren erlebt wie in der ersten Nacht im Hotel. Doch dann sitzen sie beim Essen im alten Elternhaus, und plötzlich spricht sie, die so still geworden ist, fröhlich und klar für sich selbst. Erst auf dieser Reise erkennt Aki in ihrer Mutter die mutige und lebenshungrige Frau, die sie einmal war, bevor sich in Deutschland diese große, für Aki so bedrohliche Müdigkeit über sie legte. Mit sanfter Klarheit lässt Yuko Kuhn die faszinierende Geschichte einer deutsch-japanischen Familie entstehen, die zwischen den Kulturen verloren geht und sich neu findet...
Eintritt inklusive Speisen und Getränke - wir bitten daher um Anmeldung.
Some Girls read harder than others - mit Line Hoven und Tamar Noort.
Garantiert ohne Glühwein und Kekse, dafür mit Chips und Schaumwein. Was haben wir dieses Jahr gelesen? Wir reden über Bücher, über die schönen Künste, den Alltag und über Schreib - und Leseblockaden.
Wir freuen uns auf tolle Gespräche und viele neue Eindrücke - mit freundlicher Unterstützung der Hamburger Behörde für Kultur und Medien.
Romeo Franz war von 2018-24 als erster Sinto Abgeordneter im Europäischen Parlament. In Großonkel Pauls Geigenbogen erzählt der Musiker gemeinsam mit der Autorin Alexandra Senfft über das Leben seiner Familie vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Auf Grundlage akribischer historischer Recherchen und den Erinnerungen seiner Familie, geprägt von der Liebe zur Musik und dem großen Zusammenhalt, ist das Buch eine mitreißende Chronik unter Einbeziehung der Geschichte der europäischen Sinti und Roma in all ihrer Vielfalt und Diversität.
Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildungs Hamburg und ergänzt mit einem Büchertisch von Blattgold.
Die Boomer verlieren im Ruhestand den sozialen Halt, die Gen Z isoliert sich digital und kann keine echten Beziehungen mehr führen. Stimmt das wirklich? Was Einsamkeit für die Generationen bedeutet, diskutieren Angelika Melcher und Daniel Goffart von der WirtschaftsWoche mit Influencerin Lili Vogelsang und Elke Schilling, Silbernetz e.V. - und Blattgold ist mit einem Büchertisch dabei ...
Eine musikalische Lesung von Ronald M. Schernikau von und mit: Jens Friebe, Tucké Royale, Elmira Bahrami, Kristin Bönicke
Warum zieht ein Dichter von West nach Ost? Ronald M. Schernikau ist schwul und Kommunist. Er lebt in der Bundesrepublik Deutschland und will unbedingt in die DDR. Sein Ziel: Ein Studium am Literaturinstitut «Johannes R. Becher» und die DDR-Staatsbürgerschaft. Der Abend folgt den Spuren Schernikaus. Pointiert, kämpferisch, albern, erhaben – Schernikau beherrscht die gesamte Klaviatur literarischer Ausdrucksweisen. Schwule Fantasien mischen sich mit politischerAnalyse. Klassik begegnet Camp. Glamour trifft auf Trauer. Ein Abend über Utopie, Begehren, Freiheit und vor allem: Schönheit.
Szenische Lesung aus dem literarischen Essay "die tage in l." , dem monumentalen Montageroman "legende" und bislang unveröffentlichten Briefen des Dichters. Gesungen werden passende Songs von Jens Friebe, Tucké Royale, Lady Gaga und anderen. Und Blattgold ist mit einem Büchertisch dabei!
Im beschaulichen Bad Salzuflen in Ostwestfalen wurde 1985 ein Label gegründet, das die Musik in Deutschland maßgeblich beeinflussten sollte: Die Musikerinnen und Musiker von Fast Weltweit wie Frank Spilker, Bernadette Hengst und Bernd Begemann prägten später die Hamburger Schule. Christof Dörr hat für sein Buch "Fast Weltweit - Wie die Hamburger Schule in Ostwestfalen erfunden wurde" Interviews mit diesen und weiteren Musiker*innen geführt und zu einer umfassenden Oral History zusammengestellt.
Zu Gast sind Autor Christof Dörr und Zeitzeugin und Protagonistin des Labels Bernadette La Hengst. Neben der Vorstellung des Buches wird es viele Anekdoten und Geschichten rund um das Label geben und Bernadette La Hengst wird die Veranstaltung vorallem mit ein paar Songs abrunden!
86 Stunden ›Sopranos‹ in 11 Tagen – da, wo andere Urlaub machen. Thorsten Nagelschmidt erzählt mit Witz, Tiefgang und schonungsloser Offenheit vom Versuch, seinem alljährlichen Unglück zu entkommen.
Seit Langem fällt der Autor und Musiker Thorsten Nagelschmidt gegen Jahresende in ein tiefes Loch. Weihnachten feiert er schon seit über 20 Jahren nicht mehr, stattdessen bildeten Partys und Exzesse ein probates Mittel zur Ablenkung. Die Depression aber ließ sich dadurch nie aufhalten, allenfalls verzögern...
Der Singer/Songwriter Stephen Burch aka The Great Park ist im Norden unterwegs und wir freuen uns sehr, ihn wieder bei uns begrüßen zu dürfen.
"Dass die Folksongs nie ins Kitschige abdriften, hat auch mit Stephen Burchs Gesang zu tun, der alles andere als glatt ist. So zittrig, ja, brüchig kommt er oft daher, dass Conor Obersts Stil von den Bright Eyes dagegen schon fast geschliffen wirkt." meint die Süddeutsche Zeitung und wir haben dem nichts hinzuzufügen!