Die Männer wollen eigentlich immer nur das Eine – und dabei sind sie auch auf diesem Gebiet keine wahren Überflieger. Das findet zumindest Carmen, die genug hat vom Experimentieren und daher eine Anzeige aufgibt: "Suche impotenten Mann fürs Leben" – in der Hoffnung, dass ohne Sex eher die Konversation, die sinnvollen Freizeitaktivitäten, der Respekt und die kleinen Zärtlichkeiten im Vordergrund stehen. Dass dieser Plan nicht aufgehen kann, ist fast zwangsläufig. Und so durchkreuzt der charmante, kluge und attraktive David Carmens Kandidatenschau und verliebt sich sofort in sie. Dass er alles andere als impotent ist, verschweigt er ihr wohlweislich zunächst, um nicht stehenden Fußes wieder weggeschickt zu werden.
Sind Sie noch dafür? Nein? Aha, dann sind Sie also dagegen. Auch nicht? Typisch!
Aber mal ehrlich, so richtig dagegen können wir auch nicht sein, denn offensichtlich ist die Demokratie noch das Beste, was der Globus zurzeit so zu bieten hat.
Und trotzdem fragen wir uns: Wieso löst der Kapitalismus nicht die Probleme, die wir ohne ihn nicht hätten? Vertrackt!
Unser Angebot: seien Sie mit uns gegen dafür. Das klingt widersprüchlich? Ist es auch! So widersprüchlich wie unsere Zeit.
Schauen Sie, den meisten Menschen geht es so gut wie noch nie und trotzdem läuft alles falsch. Der DAX steigt, aber die deutsche Industrie ist auf Talfahrt. Touristen fliegen mit Raketen zum Mars, aber keiner kommt mehr mit dem Zug von Magdeburg nach Leipzig. Die pazifistischen GRÜNEN sind für Aufrüstung, die CDU tut sich schwer mit Nächstenliebe, die Sozialdemokraten haben keine Kompetenz in Sachen Sozialpolitik, und die FDP dachte sie ist Opposition – obwohl sie die Regierung war. Alice Weidel ist mit einer Frau verheiratet und will die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare abschaffen, die linke Sarah Wagenknecht steht auf Ludwig Erhard und die Arbeiterpartei Die Linke wird vor allem von den Selbstständigen gewählt.
Selbst bei dem Song "Sieben Brücken" von Karat kann man heute nicht mehr selbstverständlich davon ausgehen, dass alle sieben noch stehen. Aber wer soll die Brücken auch reparieren? – Die Fachkräfte aus dem Ausland wollen partout nicht nach Deutschland. Die Boomer gehen in den Ruhestand und die Generation Z bleibt im Ruhe-Zustand … wegen "work-life-balance".
Der Einzige, der noch arbeitet ohne zu klagen, ist der Klimawandel. Aber selbst der ist aus der Mode. Ja, die Gegenwart ist aus der Mode, über 50 Prozent der Bundesbürger sehnen sich in die Vergangenheit zurück, und immer mehr Menschen sogar in eine Vergangenheit weit vor der Jahrtausendwende.
Stehen wir nun wirklich 5 Minuten vor 1933 oder ist es eher wie 5 vor ’89? Oder ist es schon fünf nach zwölf und die Menschheit spielt mit der Erdkugel 6 aus 49, weil sie zu ihrem Gewinn auch noch den Jackpot knacken will? Was ist falsch und was ist richtig, was gut, was schlecht, wofür oder wogegen soll man sein?
Keine Sorge, die MAGDEBURGER ZWICKMÜHLE hat auch keine Antworten, zumindest keine einfachen. Das Einzige, was wir zu bieten haben, ist ein neues Programm (das bieten Ihnen nicht mal unsere Parteien im Bundestags-Wahlkampf). Also kommen Sie vorbei.
Denn in dieser komplizierten Welt hat die Zwickmühle einen Plan: Wir sind gegen dafür.
"Schluss jetzt – Der satirische Jahresrückblick"
Jedes Jahr im Dezember und Januar tourt Florian Schroeder mit seinem Jahresrückblick durch die großen Hallen des Landes:
Da soll es zum Jahresende ruhig und besinnlich werden, mal wieder gemütlich mit der Familie feiern und das Gute sehen, ein positiver Jahresabschluss bei Kerzenschein, ach wäre das mal wieder schön. Und zack, erwischt es uns mit voller Härte. Ein durchgeknallter Milliardär beeinflusst Wahlen, besser als jeder russische Troll. Der Terror sucht uns heim, Messer werden verboten, Männer dagegen nicht. Warum eigentlich nicht? Aber alle wollen abschieben – leider nicht sich selbst. Immerhin, es gibt noch Verlässliches: Thommy Gottschalk darf nichts mehr sagen und tut es dann doch und Stefan Raab haut immer noch Frauen auf die Fresse. Da muss Friedrich Merz fast zwangsläufig Kanzler werden. Die Frage ist nur: schon dieses Jahr oder doch erst nächstes Jahr? Da muss man sich zusammennehmen, um den Humor nicht zu verlieren. Schroeder hilft und pfeift ab: "Schluss jetzt!" – der einzig richtige Jahresrückblick.
Die vier Kollegen Sam, Paul, George und Manuel arbeiten beim Canadian Parcel Service in Halifax. Trotz des Drucks von ihrem Vorgesetzten Frank Collins genießen sie ihre Arbeit. Die Stimmung ändert sich, als George mit einer Kündigung aufgrund seines Alters konfrontiert wird. Die Situation wendet sich wieder, als Sam herausfindet, dass Franks Tochter Betty an einer Augenkrankheit leidet und eine teure Operation benötigt. Da Frank das Geld nicht hat, beschließen die Männer spontan, ihr Erspartes zusammenzulegen, doch es fehlen noch 12.500 Dollar. So kommen sie auf die Idee, eine Travestieshow zu veranstalten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und geheimen Proben wird die Show zum Erfolg. Schließlich steht Bettys Operation nichts mehr im Wege, und das Stück endet mit dem glanzvollen Auftritt der Männer in glitzernden Kostümen.
Jedes Jahr treffen sich die Freundinnen Anke, Bärbel und Claudia zu einem feuchtfröhlichen Wochenende, um die Gläser klingen zu lassen, über Männer zu lästern und zu tun, was Frau so tut. Doch an diesem Wochenende kommt alles anders. Statt in einem gemütlichen Wellnesshotel landen die drei in einem ziemlich heruntergewirtschafteten Gasthof. Und es kommt noch schlimmer: Statt zu entspannen und sich den heißersehnten Schwips anzutrinken, wartet eine ganz besondere Aufgabe auf die drei Frauen, die die Mädels ordentlich ins Schwitzen bringt und bei den Zuschauern kein Auge trocken lässt. Aber die drei Freundinnen wären nicht sie, wenn nicht trotzdem ordentlich die Korken knallen würden.
"In Würde Eltern"
Was wir gerne gewusst hätten, bevor die Kinder da waren.
Argan fühlt sich todkrank. Allen abstrusen Anordnungen seiner quacksalbernden Ärzte, die nur hinter seinem Geld her sind, unterwirft er sich geduldig. Er ist geradezu vernarrt in die zweifelhaften Klistier-Attacken seines Arztes Dr. Purgon. Der im Grunde gutmütige Hausherr wird durch seine eingebildete Krankheit zum Tyrannen seiner Tochter Angélique, die er an einen vertrottelten Arzt verheiraten will, und zum Werkzeug seiner erbschleichenden Frau Béline. Toinette, gewitzte Dienerin und eigentliche Herrin im Haus, überredet Argan, seinen eigenen Tod zu inszenieren. Seine Frau reagiert hocherfreut und ist entlarvt, seine Tochter trauert und bekommt zur Belohnung den von ihr gewünschten Bräutigam Cléante.