Die berühmte Online-Omi brüht auf. Wenn Renate Bergmann ein Café eröffnet, gibt’s draußen nur Kännchen, Kuchen wie von Oma und viele nostalgische Erinnerungen an die Jugend. Gertrud, Kurt und Ilse sind natürlich mit von der Partie.
Bei einer Renate Bergmann wird nicht lang geschnackt, sondern angepackt. Der alte Dorfkrug in Spreeweide hat zu wenig Gäste. Die ehemalige Bräuteschule wurde liebevoll der «Kuppelkrug» genannt. Was waren das für Zeiten, vor der Ossiporose, als sie und Ilse im Tanzkurs eine flotte Sohle auf’s Parkett legten. Da muss man doch was tun. Was wäre, wenn das zu kleine Café der Tochter des Bürgermeisters Brummer dort einzieht? Dann könnten alle in Spreeweide hübsch konditorn gehen, sogar mit Platz für Rollator und Co. Die Online-Omi geht es an: mit den Waffeln einer Frau und handgebrühtem Bohnenkaffee.
Renate Bergmann "Deutschlands bekannteste Twitter-Omi" hat Zucker und "Ossiporose", schläft unter einer Heizdecke und hat "den Krieg nicht überlebt, um jetzt Kunstfleisch aus Soja zu essen": Renate Bergmann 82, aus Berlin, ist eine Fiktion, hinter der der Autor Torsten Rohde steckt. Das erste Buch "Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker" erschien 2014. Dem Bestseller folgten mittlerweile über zwanzig weitere, nicht minder erfolgreiche Bücher mit einer Gesamtauflage von über drei Millionen. Täglich verfolgen auf Instagram und Facebook mehr als 100.000 Fans die Abenteuer von Renate Bergmann.
Torsten Rohde, Jahrgang 1974, hat in Brandenburg/ Havel BWL studiert und als Controller gearbeitet. "Vom Buchhalter zum Buchschreiber" – sein Account @RenateBergmann entwickelte sich zum Internet-Phänomen, seine Bücher unter diesem Namen standen mehrere Monate auf den Bestsellerlisten.
Freuen Sie sich auf einen kurzweiligen Abend mit dem Autor der Online-Omi Renate Bergmann!
Die packende und faszinierende Romanbiografie einer starken Frau und Malerin, die zu Lebzeiten erfolgreicher als Rembrandt war
Amsterdam, 1679. Jedes Mal, wenn Rachel das bunte Treiben am Dam einsaugt – den Geruch nach Salz, die Rufe der Seeleute, die fremden Sprachen –, ist es, als würde sich ihr das Tor zu einer anderen Welt öffnen. Nur eins macht ihr noch mehr Freude: der Unterricht beim renommierten Blumenmaler Willem van Aelst, der der außergewöhnlich begabten jungen Frau jedoch schon bald nichts mehr beibringen kann. Als Rachel sich in den Porträtmaler Juriaen Pool verliebt, nimmt ihr Leben eine neue Wendung. Doch nicht nur legt sie auch in ihrer Rolle als zehnfache Mutter nie den Pinsel aus der Hand, sie wird sogar vom Kurfürsten Johann Wilhelm in Düsseldorf zur Hofmalerin ernannt. Und sie begegnet der Magd Emma, deren Suche nach ihrer Herkunft bald auch Rachel in einen Sog dunkler Machtkämpfe zieht.
Die mitreißende fiktionalisierte Lebensgeschichte einer Künstlerin von Weltrang: Rachel Ruyschs Stillleben kann man u. a. in der Alten Pinakothek in München, den Uffizien in Florenz, der Londoner National Gallery, dem Rijksmuseum in Amsterdam, aber auch in Australien und den USA bewundern.
Für alle, die das Goldene Zeitalter zum Ende des 17. Jahrhunderts in Amsterdam durch die Augen einer Frau erleben wollen, die ihrer Zeit weit voraus war.
Im Rahmen der "WUB – Woche der unabhängigen Buchhandlungen"!
Der Mensch wächst mit den Dingen, die ihn umgeben. Sie verändern sich, sie verschwinden, neue kommen hinzu. Torsten Harmsen – Jahrgang 1961 – spürt in diesem Buch den Gegenständen aus der Zeit seiner Kindheit und Jugend nach: Vom Kassettenrekorder und der Teppichklopfstange über Rechenschieber und Setzkasten bis hin zu Jeans, Schallplatten und der ersten Zigarette. Einiges davon gibt es heute nicht mehr, anderes hat sich in Form und Bedeutung verändert. Harmsens humorvolle Beobachtungen zeigen, wie sehr uns Dinge prägen können – und sie regen an, über die Wandelbarkeit der Welt nachzudenken»
"Liebenswerte Betrachtungen zu Dingen, die wohl in jedem Leben mal eine Rolle gespielt haben. Und die Geschichten zu diesen Dingen sind schönste und witzige Kindheitserinnerungen, die viele (Ost-)Deutsche ins sich tragen. Ich auch."
Heike Wenige, Taschenbuchladen Freiberg
»Harmsen geht es dabei nicht um Nostalgie, sondern um Austausch: Sein Buch soll dazu anregen, eigene Erinnerungen zu teilen und Vergangenes neu zu entdecken.«
Ute Mueller-Schlomka, DER TAG
Tagebuch eines Zeitgefühls
Abschied ist immer und überall. Jeden Abend nehmen wir Abschied vom Tag. Jeden Morgen verabschieden wir uns von der Nacht. Wir nehmen Abschied von Jobs, Jahreszeiten, Wohnungen, Träumen, Städten, von der Jugend, der Kraft, der Zeit, von unberührter Natur, von früheren Ichs unserer selbst. Kinder gehen in die Welt, Eltern in den Tod, Liebhaber zur nächsten Frau oder zum nächsten Mann. Dem endgültigen Abschied entrinnt ohnehin keiner. «Manchmal übe ich sterben», schreibt die Autorin.
Und nun nehmen wir auch noch Abschied von der Friedensgewissheit und von der Gewissheit der liberalen Demokratie. Abschiede sind unsere täglichen Lebensgefährten und Lehrmeister. Aber Abschied ist nicht nur Verlust und Traurigkeit, Abschied ist auch befreiend. Viel zu oft vergessen wir den Aufbruch im Abschied. Übersehen die Freiheit der Ungewissheit.
In ihrem Tagebuch erzählt Gabriele von Arnim ein Jahr lang über Abschiede, über Gegenwartsängste und das Ringen um Zukunftszuversicht, über Abschiede von sich selbst, von Lebenslust und über die Unausweichlichkeit des letzten Abschieds.
Gabriele von Arnim ist die Autorin von "Trost der Schönheit", einem unserer Lieblingsbücher.
Wir freuen uns außerordentlich auf diesen Abend!