Auf den Spuren Heinrich Heines!
Zweihundert Jahre nach Heinrich Heines Harzreise macht sich Steffen Kopetzky, dessen Route folgend, auf durch eine faszinierende deutsche Seelenlandschaft: Im Harz spiegelt sich unser Land – er ist poetischer Märchenort und Brennpunkt der Klimakrise, offenbart historischen Reichtum, Strukturwandel und Armut, war geteilt zwischen Ost und West. Jener Streifen, der einst die Grenze war, ist heute als «Grünes Band» einer der erfreulichsten Krafträume der Natur. Kopetzky stößt auf Erinnerungsorte unseres Landes, von Hexentanzplätzen am mythenumwobenen Brocken bis zu legendären Abhörstationen. Und entdeckt seine riesigen Potenziale. Er macht berührend menschliche Erfahrungen, sieht aber auch die Realität einer verunsicherten Gesellschaft, in der das «Deutschtum» neue Blüten treibt.
Mit dem Echolot des geschichtsbewussten Autors und der Offenheit des Wanderers erkundet Kopetzky nicht nur das so unbekannte eigene Land, sondern auch jenes Lebensgefühl, für das der Harz seit Heines Zeiten steht, eines Sehnsuchtsortes der Freiheit und der seelischen Erneuerung. Ein überraschendes, lebendig erzähltes Reiseabenteuer – und eine Deutschlanderkundung der besonderen Art.
Die Flucht mit einem selbstgebauten Heißluftballon aus der DDR
In der Nacht vom 15.09.1979 gelang Günter Wetzel mit seiner und einer weiteren Familie die spektakuläre Flucht mit einem selbstgebauten Heißluftballon aus der DDR.
Diese außergewöhnliche Geschichte wurde schon ein Jahr später, 1980, als erfolgreicher Thriller verfilmt und 2018 nochmals von keinem Geringeren, als Michael "Bully" Herwig für das Kino verfilmt.
Und nun kommt Günter Wetzel zu uns nach Mühlhausen in die Stadtbibliothek und berichtet über die Gründe, die zur Flucht führten, über die heimlichen und gefährlichen Vorbereitungen, den Ballonbau, über den gescheiterten ersten Versuch und schließlich über die spektakuläre geglückte Flucht aus der DDR.
Lassen Sie sich dieses Stück deutsch-deutscher Geschichte nicht entgehen!
Ein kurzweiliger Abend mit dem ausgezeichneten Bachkenner Musikwissenschaftler am Bacharchiv, Intendanten des Leipziger Bachfestes und vor allem großartigen Entertainer MICHAEL MAUL!
Johann Sebastian Bachs 300 Jahre alte Kirchenmusik begeistert heute Musikfreunde auf der ganzen Welt. Der bekannte Bachforscher Michael Maul bietet mit seinem neuen Buch eine fundierte und zugleich gut verständliche »Gebrauchsanweisung« für die Musik des berühmten Leipziger Thomaskantors. Er staunt anschaulich über atemberaubende Momente in Bachs Kantaten, Passionen oder der h-Moll-Messe, und er lässt in seinen sehr persönlichen Monologen mit Bach den Entstehungskontext der Werke und die oft verblüffenden Zusammenhänge zwischen Text und Musik – und manchmal auch Biographie – lebendig werden.
Zugleich deckt Maul auf, warum Bach alsbald an seiner »wunderlichen Obrigkeit« verzweifelte, er die zunächst unbändige Lust auf das Komponieren von Kirchenmusik nach fünf Jahren im Thomaskantorat fast gänzlich verlor und sich mehr und mehr in eine innere Emigration zurückzog.
Kurz: Mauls neues Buch ist eine ebenso glühende wie berührende Liebeserklärung an seinen Komponisten-Gott. Sie verfolgt vor allem ein Ziel: bei den Leserinnen und Lesern Lust zu wecken, sich Bachs Werke anzuhören. Zahlreiche Abbildungen und eine bei Spotify abrufbare Playlist ergänzen den Band und machen ihn zu einem Geschenkbuch für alle Musikliebhaber.
Alle Jahre wieder! Zum Auftakt der "Thüringer Bachwochen", dem großartigen Musikfestival in der Mitte Deutschlands, findet am letzten Freitag im März in vielen Thüringer Städten die "Lange Nacht der Hausmusik" statt.
Private Gastgeber, Musikschulen, Bibliotheken, Gaststätten UND natürlich Buchhandlungen öffnen ihre Türen und bringen Musiker und Musikbegeisterte auf kürzestem und unkompliziertestem Weg zusammen.
Alle Musiker, egal ob jung oder alt, Anfänger oder Profi, allein oder zusammen, Klassik oder Pop, können teilnehmen.
Bei uns ist natürlich wieder unser junger "Hauspianist" Cornelius Schmidt dabei. Die weiteren Musiker sind eine Überraschung!
Es gibt um 19 und um 20 Uhr ein Programm.
Der Eintritt ist frei.
Alle weiteren Spielorte in Mühlhausen entnehmen Sie bitte dem Programm der Thüringer Bachwochen.
Wir begrüßen den Buchhändler-Kollegen und Autor Torsten Woywod mit seinem Roman "Mathilde und Marie"!
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist – einem Gemeindebeschluss und einem ausgeklügelten Netz an WLAN-Repeatern sei Dank.
Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner*innen ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr.
Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde, der ansonsten alles fürchterlich egal ist, kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen
Torsten Woywod (*1981) arbeitete als Buchhändler und im Online-Marketing, bevor er 2021 die Marketingleitung des DuMont Buchverlags übernahm. Für sein Engagement für die Buchwelt erhielt er u.a. 2015 den Young Excellence Award.
Mit ›Mathilde und Marie‹ legt er nun seinen ersten eigenen Roman vor, der durch seine Reisen durch die Buchhandlungen dieser Welt inspiriert wurde.
Der bekannte Mühlhäuser (Eigenriedener ???? Tierfotograf Ralf Weise nimmt uns mit auf eine multimediale Reise durch die faszinierende Tierwelt Europas.
Ralf Weise hat über viele Jahre im wahrsten Sinne des Wortes "zu Wasser, zu Lande und in der Luft" unglaublich viele Tierarten aufgespürt und fotografiert bzw. gefilmt. Nun läßt er uns mit diesem multimedialen Vortrag auf zwei Leinwänden in unserer schönen Stadtbibliothek an seinen abenteuerlichen Reisen und erstaunlichen Tierbeobachtungen teilhaben.
Herzliche Einladung!
Der Osten, der Westen, der Zorn und das Glück
Eine unverzichtbare Stimme zur Lage der Demokratie in Ost und West
Der 9. November 1989. In Berlin fällt die Mauer. Es ist einer der glücklichsten Momente der deutschen Geschichte. Ines Geipel ist bereits im Sommer in den Westen geflüchtet und erlebt den Zeitriss, die Hoffnungen und Aufbrüche als Studentin in Darmstadt. 35 Jahre danach erinnert sie sich: Wie fühlte er sich an, dieser historische Moment des Glücks? Wie erzählen wir uns Ost und West und die Wiedervereinigung? Woher kommt all der Zorn, woher die Verleugnung, wenn es um den aktuellen Zustand des Landes geht? Mit großer Klarheit und Offenheit geht Ines Geipel in ihrem Buch »Fabelland« noch einmal zurück. Zurück in die politische Umbruchslandschaft nach 1989, in die eigene Familie, zurück in all die verstellten, besetzten Räume der Erinnerung, zurück zu den Verharmlosungen und Legenden, die die Gegenwart so vergiften. Ein fesselndes, nein, ein befreiendes Buch, das auf die Frage zuläuft: Können die Deutschen ihr Glück auch verspielen?
Ein Mann, ein Land, ein Fahrrad - Hasnain Kazim unterwegs, auf der Suche nach der deutschen Seele
Hasnain Kazim zieht aus, sein Land zu erkunden. Mit seinem Lieblingsverkehrsmittel, dem Fahrrad, macht er sich auf, ein aktuelles Deutschlandporträt zu zeichnen. Was eint die Menschen, was trennt sie? Kazim radelt entlang von Elbe, Ruhr, Rhein, Oder/Neiße, Neckar und Donau und lässt dem Zufall Raum. Er trifft unterschiedliche Menschen, spricht mit ihnen über ihr Leben in diesem Land: Worüber darf man eigentlich noch lachen? Was ist Heimat? Das Buch ist auch eine Selbstverortung: Von einigen wird Hasnain Kazim regelmäßig sein Deutschsein abgesprochen. Wann und wie also gehören Menschen hierhin? Was ist Diversität? Kann man mit Wohlwollen und Zugewandtheit nicht doch mit allen reden, sie vielleicht sogar versöhnen und Gräben überwinden? Eine Fahrradtour in dem Versuch, mit der Kraft des Wortes zu verbinden. Und die deutsche Seele zu ergründen.
Tania Blixen – die Romanbiografie über ihr außergewöhnliches Leben.
Spätestens bei der Erwähnung des Films "Jenseits von Afrika" weiß wirklich jeder, um wen es in dem neuen Buch von Maren Gottschalk geht.
Es ist ein strahlend klarer Morgen, als die 28jährige Tania Blixen im Januar 1914 in Mombasa zum ersten Mal afrikanischen Boden betritt. Sie ist überwältigt von dem märchenhaften Anblick der Stadt, vor allem aber ist sie aufgeregt, denn am Kai erwartet sie ihr künftiger Ehemann Baron Bror Blixen. Hier in Kenia soll ihr neues Leben beginnen, das voller Verheißung vor ihnen liegt. Sie kaufen eine Kaffeefarm, malerisch gelegen unterhalb der Ngong Berge, und Tania taucht ein in diese für sie so fremde, exotische Welt, die ihr zur geliebten Heimat wird. Als sie 17 schicksalsträchtige Jahre später in ihr Geburtshaus in Dänemark zurückkehrt, hat sie alles verloren: Ihre Ehe ist gescheitert, die Farm bankrott und die himmelstürmende Liebe ihres Lebens tödlich verunglückt. Aber ein Teil von Karens Seele bleibt für immer zurück in den Weiten Afrikas – und findet Trost in der Erinnerung an ein Leben aus dem Stoff, aus dem Romane sind.
Deutschlands bekannteste Reiseschriftstellerin kommt wieder nach Mühlhausen!
Island hautnah. Ein halbes Jahr lang durchstreift Carmen Rohrbach die junge Vulkaninsel an der Grenze der bewohnten Welt, die mehr Besucher im Jahr zählt als Bewohner. Auf einsamen Wanderungen im Hochland beobachtet sie die wilde Tierwelt, steigt hinauf zum geheimnisvollen Krater Askja und auf den Gipfel der Königin der Berge Herðubreið. Sie zeltet unter der gewaltigen Eruptionswolke des berühmt-berüchtigten Vulkans Eyjafjallajökull, begleitet den jährlichen Schafabtrieb nahe einer Farm im Nordwesten der Insel und taucht ein in das bunte Leben der Hauptstadt Reykjavík und des Künstlerdorfes Vik am südlichsten Zipfel Islands. Eine Reiseerzählung von überwältigender Intensität und Vielfalt.