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Eine Klingel mit vier Namen: Paul hat das Tennisspielen aufgegeben und nichts Neues angefangen. Elif redet dauernd, fragt, nervt, lacht, als würde sie einen schon ewig kennen. Julia ist so leise, dass man nicht weiß, ob sie zu Hause ist. Und Kenni? Er weiß selbst nicht, was er in Wien will. Er musste einfach weg. Von den Leuten, die in ihm den Typen sehen, der er war, bevor er der wurde, dessen Freundin bei einem Autounfall gestorben ist. Ihre letzte Reise, ohne ihn. Obwohl sie doch einen Sommer lang Frankreich entdecken wollten. Wider Erwarten wird die WG für Kenni zur neuen Heimat. Das Leben geht einfach weiter. Auch die geplante Reise findet statt - mit Elif auf dem Beifahrersitz, was keine gute Idee ist. Zehn Jahre später, Kenni steht am Anfang seiner Karriere als Maler, treffen die vier sich in Zürich wieder. Es wird eine lange, laute Nacht, die lauter Fragen aufwirft. Erst zurück in Wien, aus Kenni ist inzwischen ein renommierter Künstler in den Vierzigern geworden, beginnt mit einem kurzen Gespräch ein Nachmittag, ein Abend, ein Anfang ...
Foto der Autorin: (c) Studio Tasca
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Kulturreferat der Stadt München.
An der dalmatinischen Küste herrscht Hochsaison, die Urlaubsgäste genießen den Sommer in den idyllischen Städten von Split bis Šibenik. Eines Morgens wird auf der Baustelle einer Luxusapartmentanlage eine Leiche gefunden. Die Leute aus Navice sprechen hinter vorgehaltener Hand von Mord und Mauschelei, die Behörden aber deklarieren den Todesfall schnell als Unfall: Sturz aus großer Höhe. Die sechsunddreißigjährige Deutschkroatin Josipa Peri¿ wohnt erst seit Kurzem wieder in Navice. Nach ihrer Suspendierung vom Münchner Polizeidienst ist die junge Hauptkommissarin Hals über Kopf in ihr altes Elternhaus geflohen. Als Josipa zufällig von antiken Funden auf der Baustelle erfährt, ist ihre Neugierde vollends geweckt. Zusammen mit ihrer geliebten Tante Ana, der Zwillingsschwester ihres verstorbenen Vaters, und ihrem Nachbarn Luka, einem erstaunlich belesenen Gärtner, der für die ausländischen Villenbesitzer in der Bucht arbeitet, stellt sie eigene Ermittlungen an.
Als Pina mitten auf der Straßenkreuzung zusammenbricht, hat sie nur einen Gedanken: Wer kümmert sich jetzt um Leo? Ihr Sohn ist zwanzig Jahre alt und lebt in seiner eigenen Welt, die außer ihm nur Pina kennt. Morgens verlässt er das Bett erst, wenn eine grüne Blase in seiner Lavalampe aufsteigt. Wenn er Treppen geht, dann in seinem eigenen Rhythmus: immer zwei Schritte vor und einen Schritt zurück. Die übrigen Hausbewohner verstehen den merkwürdigen Jungen nicht. Die sechzehnjährige Schulabbrecherin Zola, der resignierte Einsiedler Wojtek und die lebensmüde Seniorin Inge haben mit sich selbst schon genug zu tun. Doch jetzt liegt Pina auf der Intensivstation und Leo ist zum ersten Mal allein in der Wohnung. Die Nachbarn sind in Schockstarre. Sie können doch wohl nicht zuständig sein! Aber Leo braucht sie. Und während diese ungewöhnliche Truppe durch einen völlig neuen Alltag stolpert, realisiert jeder Einzelne von ihnen: Sie brauchen Leo auch.
Foto der Autorin (c) Anna Schwartz
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Kulturreferat der Stadt München.