Wie entsteht Solidarität? Wann werden politische Allianzen über Differenzen hinweg gebildet und warum erfahren bestimmte politische Bewegungen mehr Solidarität als andere? Worin besteht die Arbeit, solidarisch zu sein, und welche Konfliktlinien, Interessen und Strategien bedingen sie?
In ihrem neuen Gesprächsband Hierarchien der Solidarität denken Sinthujan Varatharajah, Essayist*in und politische Geograph*in, und Moshtari Hilal, Künstlerin und Autorin, gemeinsam über eine Praxis nach, die sich als Akt gegen Unterdrückung in vermeintlich kleinen Alltagsgesten ebenso wie in globalpolitischen Zusammenhängen äußert. Dabei entsteht ein entlarvender Dialog, der getragen von gelebter Erfahrung die rassistischen Strukturen der Diskurslandschaft nachzeichnet und ein anderes Verständnis von Solidarität entwickelt.
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Twelve lessons in fungal activism, Indigenous knowledge and collaboration for artists, gardeners, educators and anyone intrigued by the fascinating life and inspiring metaphors of the mycelium and the mushroom The enormous popular interest in the world of fungi and the mycelium testifies to its tremendous resonance as a metaphor for new ways of thinking, new systems and behaviors. Taking its inspiration from this world, Let's Become Fungal! looks at a range of Indigenous practices from Latin America, the Caribbean and Asia that are rooted in multispecies collaboration, symbiosis, alliances, non-monetary resource exchange, decentralization, bottom-up methods and mutual dependency--all suggestive of the behavior of the mycelium. Each of the book's 12 chapters offers teachings on collaboration, decoloniality, nonlinearity, toxicity, mobilization, biomimicry, death and being nonbinary, while also examining the world of fungi. Let's Become Fungal! shows how fungi can inspire artists, collectives, organizations, educators, policymakers, designers, scientists, anthropologists, curators, urbanists, activists, gardeners, community leaders, farmers and others to become more fungal in their ways of working and being. Yasmine Ostendorf-Rodríguez (born 1984) works as a curator and researcher on art and ecology, and is based in Mexico City. She has founded and directed many international initiatives at the intersection of art and ecology, including the Green Art Lab Alliance (Asia, Latin America and Europe) and the Nature Research Department, the Van Eyck Food Lab, and the Future Materials Bank at the Jan van Eyck Academie (NL).
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How the law harms sex workers--and what they want instead
Do you have to endorse prostitution in order to support sex worker rights? Should clients be criminalized, and can the police deliver justice?
In Revolting Prostitutes, sex workers Juno Mac and Molly Smith bring a fresh perspective to questions that have long been contentious. Speaking from a growing global sex worker rights movement, and situating their argument firmly within wider questions of migration, work, feminism, and resistance to white supremacy, they make it clear that anyone committed to working towards justice and freedom should be in support of the sex worker rights movement.
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'Umwerfend. Ein brillantes, rigoroses Buch' Jennifer Szalai, New York Times
Was denken wir über Sex? Wie sollten wir darüber nachdenken? Angeblich ist Sex ganz privat, intim und doch wird er ständig mit öffentlicher Bedeutung aufgeladen und überfrachtet. Wir leben unsere ganz persönlichen Vorlieben beim Sex aus und doch wissen wir, dass er von äußeren, gesellschaftlichen Kräften geformt wird, denen wir nie entkommen. Vergnügen und Ethik klaffen beim Sex denkbar weit auseinander.
Sex ist das Privateste und das Intimste. Gleichzeitig ist Sex öffentlich aufgeladen und ein Zustand des menschlichen Lebens, an dem Lust und Ethik weit und extrem auseinanderklaffen. Amia Srinivasans atemberaubendes Debüt spürt der Bedeutung von Sex in unserer Welt in den Zeiten von #MeToo nach. Erfüllt von der Hoffnung auf eine andere Welt, greift sie auf den politischen Feminismus für ihren Entwurf für das 21. Jahrhundert zurück. Was denken wir über Sex? Ist das Intime politisch?
Srinivasen diskutiert spannungsgeladene Beziehungen zwischen Diskriminierung, Vorlieben, Pornografie, Freiheit, Rassenungerechtigkeit, Lust und Macht. Dieser fulminante Wurf ist Provokation und Versprechen zugleich und verändert viele unserer drängenden politischen Debatten. Srinivasan sucht nach Antworten auf eine Kernfrage unserer Zeit, dem veränderten Verhältnis der Geschlechter: Was bedeutet es, in der Öffentlichkeit wie im Privaten wirklich frei zu sein?
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“A book for the moment and for the ages. It’s questing, pissed, propulsive, funny, generous, pervy, and original—full of love and pain in all their entwined glory.” —Maggie Nelson, author of The Argonauts
WINNER OF THE AMBER HOLLIBAUGH AWARD FOR LGBTQ+ SOCIAL JUSTICE WRITING
The long-awaited essay collection from one of the most influential voices in disability activism that detonates a bomb in our collective understanding of care and illness, showing us that sickness is a fact of life. In the wake of the 2014 Ferguson riots, and sick with a chronic condition that rendered them housebound, Johanna Hedva turned to the page to ask: How do you throw a brick through the window of a bank if you can’t get out of bed? It was not long before this essay, “Sick Woman Theory”, became a seminal work on disability, because in reframing illness as not just a biological experience but a social one, Hedva argues that under capitalism—a system that limits our worth to the productivity of our bodies—we must reach for the revolutionary act of caring for ourselves and others. How to Tell When We Will Die expands upon Hedva’s paradigm-shifting perspective in a series of slyly subversive and razor-sharp essays that range from the theoretical to the personal—from Deborah Levy and Susan Sontag to wrestling, kink, mysticism, death, and the color yellow. Drawing from their experiences with America’s byzantine healthcare system, and considering archetypes they call The Psychotic Woman, The Freak, and The Hag in Charge, Hedva offers a bracing indictment of the politics that exploit sickness—relying on and fueling ableism—to the detriment of us all. With the insight of Anne Boyer’s The Undying and Leslie Jamison’s The Empathy Exams, and the wit of Samantha Irby, Hedva’s debut collection upends our collective understanding of disability. In their radical reimagining of a world where care and pain are symbiotic, and our bodies are allowed to live free and well, Hedva implores us to remember that illness is neither an inconvenience or inevitability, but an enlivening and elemental part of being alive.
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Wie können wir Inklusion endlich umsetzen? Eine so persönliche wie politische Geschichte.
Als Hadija Haruna-Oelker 2016 Mutter eines behinderten Kindes wird, treten Themen in ihr Leben, die oft hinter geschlossenen Türen stattfinden. Seither beschäftigt sie sich damit, warum es an echter Teilhabe für alle Kinder fehlt, Inklusion nur auf dem Papier besteht und sozialdarwinistische Vorstellungen in der Gesellschaft erstarken.
Aus einer Schwarzen, intersektionalen Perspektive spürt Hadija Haruna-Oelker nichterzählten Geschichten und verdrängten Verbrechen in der Vergangenheit nach. Sie schaut auf ihren heranwachsenden Sohn, in der Überzeugung, dass in Kindheiten die Kraft liegt, Trennungen zu überwinden und Ungesagtes auszusprechen. Als nichtbehinderte Mutter versteht sie sich dabei nicht nur als Verbündete ihres Kindes. Es geht ihr um ein gesellschaftspolitisches Nachdenken insgesamt, einen Perspektivwechsel und ein zugängliches Verständnis von Menschenrechten. Und nicht zuletzt um eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit, in der alle selbstbestimmt leben können.
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'Wir sind schon laut! Die große Vielfalt behinderter Lebensrealität. 'Angry Cripples' werden behinderte Menschen abfällig genannt, denen vorgeworfen wird, aufgrund ihrer Behinderung verbittert zu sein. Dieses Buch fordert den Begriff zurück und besetzt ihn neu. Es kommen ausschließlich behinderte Menschen zu Wort - und viele von ihnen sind wütend darüber, wie die Gesellschaft mit ihnen umgeht. Zu Recht. Hier verschaffen sie sich Gehör, um eine inklusive Gesellschaft mitzuprägen. Sie schreiben unter anderem über Pränataldiagnostik, selbstbestimmte Sexualität, Sichtbarkeit und Social Media. Die Beiträge bilden die große Vielfalt behinderter Lebensrealität in unserer Gesellschaft ab: es gibt fiktive Texte, wissenschaftliche Beiträge, Zeichnungen, Interviews und Brandreden. Ein beispielloses Projekt, das den hohen Wert der Selbstbestimmung zeigt und Lust macht auf eine wirklich inklusive Gesellschaft.
Mit Beiträgen von: Kübra Sekin, Luk Bornhak, Natalie Dedreux, Tanja Kollodzieyski, Nadine Rokstein, Senami Hotse, Amie Savage, Irina Angerer, Jasmin Dickerson, Janina Nagel, Lisa-Marie Lehner, Lela Finkbeiner, Chris Kiermeier, Alina Buschmann Angry Cripples ist eine Empowerment-Plattform von behinderten Menschen für behinderte Menschen, die von den Herausgeberinnen ins Leben gerufen wurde.
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Was kommt nach dem Menschen? In Donna Haraways Büchern wimmelt es von Cyborgs, Primaten, Hunden und Tauben. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen Mensch und Tier verschwimmt. In ihrem neuen großen Buch ruft die feministische Theoretikerin das Zeitalter des Chthuluzän aus, das eben nicht - wie im Anthropozän - den Menschen ins Zentrum des Denkens und der Geschichte stellt, sondern das Leben anderer Arten und Kreaturen, seien es Oktopusse, Korallen oder Spinnen. Und nicht nur das: Es sollen neue Beziehungen entstehen, quer zu Vorstellungen biologischer Verwandtschaft. Im Zuge dessen setzt sich Haraway auch mit dem Klimawandel auseinander. Einmal mehr erweist sie sich als eine originelle und radikale Denkerin der Gegenwart.
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Robin Wall Kimmerer flicht aus indigener Weisheit und wissenschaftlichen Erkenntnisse einen Zopf an Geschichten über die Großzügigkeit der Erde. Der Überraschungsbestseller aus den USA mit über einer Million verkaufter Exemplare.
»Man sieht die Welt nie wieder so wie zuvor, nachdem man sie durch Kimmerers Augen gesehen hat.«
Elizabeth Gilbert
»Es ist die Art und Weise, wie sie Schönheit einfängt, die ich am meisten liebe, die Bilder von riesigen Zedern und wilden Erdbeeren, ein Wald im Regen und eine Wiese aus duftendem Süßgras werden Ihnen in Erinnerung bleiben, lange nachdem Sie die letzte Seite gelesen haben.«
Jane Goodall
»Robin Wall Kimmerers »Geflochtenes Süßgras« las ich, als ich am Boden war; und es gab mir Trost und das Gefühl, dass es noch Hoffnung gibt für diesen Planeten.«
Helen MacDonald
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Das erste neue Leben, das sich nach der nuklearen Katastrophe in Hiroshima wieder regte, war ein Pilz. Ein Matsutake, der auf den verseuchten Trümmern der Stadt wuchs - einer der wertvollsten Speisepilze Asiens, der nicht nur in Japan, wo er Spitzenpreise aufruft, vorkommt, sondern auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet ist. Dieser stark riechende Pilz wächst bevorzugt auf von der Industrialisierung verwüsten und ruinierten Böden und ist nicht kultivierbar. In ihrem faszinierenden kaleidoskopischen Essay geht die Anthropologin Anna Lowenhaupt-Tsing den Spuren dieses Pilzes sowie seiner biologischen und kulturellen Verbreitung nach und begibt sich damit auch auf die Suche nach den Möglichkeiten von Leben in einer vom Menschen zerstörten Umwelt. Sie erzählt Geschichten von Pilzsammlern, Wissenschaftlern und Matsutake-Händlern und öffnet einen neuen und ungewohnten Blick auf unsere kapitalistische Gegenwart. Denn eigentlicher Gegenstand ihrer preisgekrönten und in viele Sprachen übersetzten Erzählung ist die Ökologie des Matsutake, das Beziehungsgeflecht um den Pilz herum, als pars pro toto des Lebens auf den Ruinen des Kapitalismus, das ein Leben in Beziehungen sein - oder aber nicht sein wird.
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