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Um die tiefgreifenden Veränderungen theologischer Lehrmeinungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu erfassen, haben sich in der Forschung die analytischen Begriffe der protestantischen "Aufklärungstheologie" sowie der "Katholischen Aufklärung" etabliert. Die Rezeption dieser Termini führt jedoch regelmäßig zu teleologischen Festlegungen. Um derartige Ergebnisse zu vermeiden, verfolgt die im Bereich der Universitätsgeschichte angesiedelte Dissertation einen konfessionsübergreifenden Ansatz und bietet darüber hinaus mittels des Konzepts der theologischen Sprache eine Alternative zu den traditionellen analytischen Instrumenten der Kirchengeschichtsforschung. Ein zentraler Befund dieser Interpretation besteht in der ungebrochenen Vitalität der frühneuzeitlichen scholae. Die Scholastik war demnach auch im 18. Jahrhundert keine verknöcherte monolithische Formation, sondern vielmehr ein plurales historisches Phänomen, das sich aus mehreren theologischen Sprachen zusammensetzte. Zudem lässt die Arbeit in interkonfessioneller Hinsicht erstaunliche begriffliche und positionelle Übereinstimmungen sichtbar werden, welche die bisherigen Grenzziehungen der konfessionell ausgerichteten Forschung hinfällig erscheinen lassen.
Adrian Grave, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland.