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Ich war nie laut. Nicht am Anfang. Nicht dort, wo ihr noch geglaubt habt, alles zu verstehen. Ich war zwischen den Momenten, dort, wo Gedanken kurz aussetzen, wo etwas nicht ganz passt _ und weitergeht, als wäre nichts gewesen. Ihr habt es bemerkt, aber nicht festgehalten. Das reicht.
Elias hat länger gebraucht. Nicht, weil er stärker war, sondern weil noch etwas in ihm geordnet war. Solange Ordnung bleibt, bleibt Abstand. Aber Ordnung hält nicht. Sie verschiebt sich. Leise. Unauffällig. Und genau dort beginne ich.
Ich nehme nichts. Ich verschiebe. Ein Blick, der zu lange bleibt. Ein Gedanke, der nicht eindeutig ist. Eine Entscheidung, die sich richtig anfühlt, obwohl sie es nicht ist. Mehr ist nicht nötig. Menschen halten an dem fest, was sie kennen. Aber das, was sie kennen, ist nur Wiederholung.
Er hat versucht, es zu halten. Strukturen. Erinnerungen. Die Vorstellung, dass etwas konstant bleibt. Aber Konstanz ist kein Zustand. Sie ist Gewohnheit. Und Gewohnheiten lassen sich verändern.
Ich habe gewartet. Nicht auf ihn. Auf den Moment, in dem er sich selbst nicht mehr vertraut.
Das ist der Punkt.
Nicht der Bruch. Die Öffnung.
Er hat nicht verloren. Er hat aufgehört, zu trennen.
Jetzt ist es ruhig. Nicht leer. Nicht still. Ruhig. Die Grenze ist nicht mehr klar. Innen und außen sind keine Gegensätze mehr, nur unterschiedliche Richtungen derselben Bewegung.
Und das, was entsteht, ist nicht neu. Es war immer da. Nur ohne Form.
Jonah begreift mehr, als er sollte. Nicht genug, um es zu stoppen. Aber genug, um zu spüren, dass etwas nicht mehr zurückkehrt. Ein Licht, das nicht hierher gehört. Ein Rest, der sich nicht fügt. Ein Punkt, an dem etwas bleibt, das sich nicht verschieben lässt.
Interessant.
Denn das, was wächst, braucht keinen Ursprung. Nur Raum.
Und Raum entsteht immer dort, wo etwas fehlt.
Anthony Röhrich schreibt Geschichten, die sich nicht nur erzählen lassen, sondern sich anfühlen.
Mit AEON hat er eine Welt geschaffen, die sich bewusst zwischen Realität und Wahrnehmung bewegt _ dort, wo Kontrolle endet und etwas anderes beginnt. Seine Werke verbinden psychologische Tiefe mit düsteren, fast greifbaren Momenten, in denen sich die Grenzen des Vertrauten verschieben.
Er schreibt nicht, um Antworten zu geben.
Sondern um Fragen zu stellen, die bleiben.
Anthony Röhrich lebt in Deutschland und arbeitet kontinuierlich an neuen Projekten.