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Dieses Buch bietet eine umfassende und systematisch gebündelte Analyse der Darstellung von Behinderung in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Es enthält theoretische, kulturwissenschaftliche und textnahe Beiträge, die zeigen, wie literarische Narrative gesellschaftliche Vorstellungen von Körperlichkeit, Normalität und Teilhabe prägen. Im Zentrum stehen drei Hauptthemen: erstens die diskursive Konstruktion von Behinderung in literarischen Texten verschiedener Epochen und Gattungen; zweitens die Verschränkung von Behinderung mit Fragen der Identität, Ethik, Inklusion und sozialer Gerechtigkeit; drittens die Untersuchung literarischer Strategien, die zu Stigmatisierung, Empowerment oder Sichtbarmachung beitragen. Diese Themen sind besonders relevant, da die neuere Germanistik Behinderung zunehmend als kulturelles und ästhetisches Phänomen begreift, das weit über medizinische oder soziale Erklärungsmodelle hinausgeht. Das Buch löst ein zentrales Problem innerhalb der Forschung: Trotz wachsender Bedeutung der Disability Studies fehlt bislang eine zusammenhängende, ausschließlich auf die deutschsprachige Literatur ausgerichtete Publikation, die historisches, theoretisches und literaturanalytisches Wissen gleichermaßen verbindet. Der Sammelband bietet daher ein wissenschaftlich fundiertes Referenzwerk, das Forschungslücken schließt, neue Perspektiven eröffnet und Studierenden sowie Forschenden eine solide Grundlage für weitere Untersuchungen bereitstellt. Die Zielgruppe umfasst Forschende, Lehrende und Studierende der Germanistik, Komparatistik, Kulturwissenschaften und Disability Studies sowie alle Personen, die sich mit inklusiver Literatur- und Kulturtheorie beschäftigen.
Prof. Dr. Habib Tekin lehrt und forscht an der Marmara Universität, Abteilung für deutsche Sprache und Literatur, Istanbul. Prof. Dr. Faruk Yücel lehrt und forscht an der Ege Universität, Abteilung für Übersetzen und Dolmetschen, Izmir.
Einleitung: Zur Behinderung in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts.- Sünde „behindert“? Zur Konstruktion von Disability und Geschlecht in der Literatur des Spätmittelalters anhand von Konrads von Megenberg Buch der Natur.- Fragile Körper und die „Vermählung von Kristall und Wasser“: Crip Mediality und die literarische Figur der blinden Glasharmonikaspielerin.- The Portrayal of Substance Addiction as a Disability in Elizabeth Gaskell’s Mary Barton and Arthur Schnitzler’s Fräulein Else.- Ruin and Redemption: Disability in Nazi and German Exile Propaganda during the Second World War.- Behinderung und Sexualität in Stefan Zweigs Ungeduld des Herzens.- Behinderung im deutschsprachigen Kinderbuch: Ein Überblick seit 1945.- Der Wille zur Anerkennung durch Perfektion – Behinderung als literarisches Motiv in Patrick Süskinds Das Parfum.- „…too dumb to hear or see or say anything at all.“ Postkoloniale Lektüren von Taubheit und Stummheit am Beispiel deutscher Kolonialliteratur und von Miloš Formans Film One Flew over the Cuckoo’s Nest (1975).- Behinderung und Verzicht auf Selbstverwirklichung: Theodor Storms Eine Malerarbeit und Thomas Manns Der kleine Herr Friedemann.- „Geistige Behinderung“ in Robert Walsers Der Räuber: Die poetische Marginalität des Geistes.- Disability and the Abundance of Particulars: Towards an Anti-Reductionist Outlook with Feyerabend’s Killing Time.
E-Mail: ProductSafety@springernature.com