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Beno Budar (1946-2023) zählt zu den prägenden Stimmen der sorbischen Literatur. Seine Gedichte - volkstümlich im Ton, poetisch in der Verdichtung - erzählen von den Freuden und Brüchen des Lebens in der Lausitz. 2026 wäre er 80 Jahre alt geworden. Mit "Tage voller Sonnenlicht" erscheint eine zweisprachige Hommage an die sorbische Kultur. Der Band verbindet literarisches Erbe und visuelles Gedächtnis: Gerald Großes Fotografien dokumentieren Landschaft, Alltagsleben und Traditionen zwischen Bautzen und Spreewald; Budars Gedichte - darunter "Mai-Schrei" und "Der weiße Hain in Ralbitz" - treten in einen eindringlichen Dialog mit den Bildern. Der hochwertig ausgestattete Text-Bild-Band macht sorbische Kultur in ihrer historischen Tiefe und gegenwärtigen Lebendigkeit einem bundesweiten Publikum zugänglich und positioniert sich als kulturell bedeutsame Neuerscheinung im Bereich Fotobuch und Lyrik.
Beno Budar (1946-2023), geboren in Wittichenau, studierte Slawistik in Leipzig und Russistik in Rostow am Don. Ab 1969 arbeitete er als Lektor im Domowina-Verlag und im Witaj-Sprachzentrum. Seit seinem Debüt 1978 veröffentlichte er Lyrik, Prosa und Übersetzungen. Er leitete den Rosenthaler Literaturzirkel, war Mitglied im Arbeitskreis sorbischer Schriftsteller und im Sorbischen Künstlerbund. 2013 erhielt er den -išinski-Preis. Budar lebte in Dreihäuser (Horni Hajnk), wo er im Oktober 2023 starb.