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Bettina Stangneth widmet sich in ihrem neuen Essay dem Sex. Sie reflektiert die aktuellen Debatten um 'metoo' dabei auf eine Weise, die sie zum Grundsätzlichen führt: zur Frage, was Sex eigentlich ist. Debatten über Geschlechteridentität, Herrschaftsprinzipien, Pornographie, Vergewaltigung und Missbrauch mögen wichtige Themen der Gesellschaft sein. Aber geht es dabei tatsächlich um Sex - oder um Gewalt? Im Unterschied zur Erkenntnis, dass die Sexualität in jeder Gemeinschaft kulturell geprägt ist, fragt Bettina Stangneth nicht nach der Kultivierung der Begierde, sondern nach Kultur durch die bewusste Erfahrung des sexuellen Verlangens. Denn allen Versuchen zum Trotz, Sexualität auf ein gesellschaftliches Konstrukt zu reduzieren, beginnt die sexuelle Erfahrung doch nicht in der Begegnung mit einem anderen, sondern beim Selbstgespräch. 'Sexkultur' ist ein Buch für diejenigen, die Sex nicht nur als Ursache von Problemen diskutieren, sondern als Möglichkeit begreifen wollen, mehr über die Kraft des menschlichen Denkens zu erfahren. Sexualität ist nicht nur das, was eine Gesellschaft dazu gemacht hat, sondern auch das, was jeder bewusst daraus entwickeln will, ganz egal, welche Identität, welchen gesellschaftlichen Ort und welche Rolle uns andere zuschreiben.
Bettina Stangneth ist unabhängige Philosophin aus Überzeugung. Sie studierte Philosophie in Hamburg, schrieb ihre Doktorarbeit über Immanuel Kant, forschte über Judenfeindlichkeit von der Aufklärung bis zum Nationalsozialismus, veröffentlichte vergessene philosophische Werke und widmet sich seither dem dialogischen Denken mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen. 2020 erschien ihr Buch Sexkultur, es folgten Überforderung. Putin und die Deutschen 2023 sowie Club der Dilettanten. Warum niemand Bücher wirklich versteht, aber trotzdem jeder beim Lesen lernt (2025). Ihre Bücher wurden vielfach übersetzt und ausgezeichnet, zuletzt im August 2022 mit dem Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis.