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Die vorliegende Studie untersucht den Schlüsselbegriff „Krankheit“ in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Analysiert wird, wie Krankheit in den Werken von vier bedeutenden Autoren der Moderne – Gottfried Benn, Franz Kafka, Friedrich Dürrenmatt und Thomas Bernhard – als Metapher wie auch als Methode fungiert: Literarische Texte stellen Krankheit nicht nur dar; vielmehr wird diese zur Reflexionsfigur, mittels der zentrale Fragen der Moderne verhandelt werden. Vier Dimensionen bestimmen den Aufbau der Gesamtstudie: die Ästhetisierung der Krankheit, die Metaphern der Krankheit, die Parodie der Krankheit sowie ihre Bedeutung. Die einzelnen Analysen verdeutlichen, wie Krankheitsnarrative einerseits die literarische Ästhetik der Moderne geprägt haben (‚Pathologisierung der Literatur‘) und wie Literatur andererseits kulturelle Krankheitsvorstellungen mitgeformt hat (‚Poetisierung der Krankheit‘). Besonderes Augenmerk gilt den Techniken, durch die Krankheit ästhetisch transformiert wird: der expressionistischen Ästhetik des Hässlichen bei Benn, Kafkas Paradoxien und Verfremdungen, Dürrenmatts satirischen Neukodierungen sowie Bernhards radikaler Stilisierung. Über den literarischen Fokus hinaus verortet die Untersuchung Krankheitsdarstellungen in breiteren kulturellen und intellektuellen Diskursen. Damit wird eine Brücke zwischen Literaturwissenschaft, Medical Humanities sowie Kulturgeschichte geschlagen.
Dongyao Liu (Dongyao als Vorname, Liu als Familiename)
EINLEITUNG 19.- DAS VERHÄLTNIS VON LITERATUR UND MEDIZIN ALS GEGENSTAND KULTURWISSENSCHAFTLICHER ANALYSE 74.- DIE ÄSTHETISIERUNG DER KRANKHEIT 96.- EIN LANDARZT UND DIE VERWANDLUNG 142.- DIE DRAMATISIERUNG DER KRANKHEIT 192.- DIE BEDEUTUNG DER KRANKHEIT 241.- SCHLUSS.
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