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Der Theater-, Opern- und Filmregisseur Peter Zadek (1926-2009) prägte fünf Jahrzehnte lang das deutsche und europäische Theater. Vor allem seine Shakespeare-, Tschechow- und Ibsen-Inszenierungen zeigten Zadek als einen Regisseur mit enormer inhaltlicher und ästhetischer Bandbreite. Dieser Band beleuchtet anhand ausgewählter, teilweise unveröffentlichter Texte, Gedichte und Interviews den Werdegang des Künstlers, von seiner Zeit in England, wohin seine Familie 1933 vor den Nazis geflohen war, bis zu den von Publikum und Kritik gefeierten Erfolgen. Elisabeth Plessen, Zadeks Lebens- und Arbeitsgefährtin skizziert seine künstlerische Entwicklung und öffnet in einem eigenen Gedichtzyklus den Blick auf das gemeinsame Leben. Der Theaterkritiker Klaus Dermutz hat in Interviews Zadeks Sichtweisen auf die Arbeit und das Zeitgeschehen festgehalten, zu Wort kommen die Schauspielerinnen Angela Winkler und Eva Mattes sowie der Bühnenbildner Karl Kneidl.
"Der größte Regisseur des deutschen Theaters der letzten vierzig Jahre ist tot. "Größe" gehörte allerdings nicht zu den Kategorien, die Peter Zadek liebte und erstrebte. Er wusste alles vom Theater; aber das war kein fertiges, perfektes, sondern ein suchendes, aufreißendes Wissen." Ivan Nagel, Publizist und Theaterintendant
Dieser Band versammelt ausgewählte, teilweise unveröffentlichte Texte, Gedichte und Gespräche von Elisabeth Plessen und Klaus Dermutz und beleuchtet den Werdegang des Regisseurs von seinen Anfängen bis zu seinen Erfolgen.
Eine Hommage, die ergründet, was zu Peter Zadeks 100. Geburtstag aktuell bleibt.
Elisabeth Plessen, geb. 1944 in Neustadt/Holstein, studierte in Paris und Berlin und promovierte bei Walter Höllerer über zeitgenössische Epik. Nach dem Debüt "Mitteilung an den Adel" (1976) erschienen mehrere Romane, Erzähl- und Gedichtbände, die Memoiren Peter Zadeks und gemeinsam mit Michael Mann "Katia Mann: Meine ungeschriebenen Memoiren" sowie Übersetzungen von William Shakespeare, Henrik Ibsen und Sarah Kane. Sie lebt in Berlin und der Toskana.