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Ernesto de Martinos Wut - Symbol - Wert aus dem Jahr 1962 ist eine Bestandsaufnahme der unweigerlichen Gefahren und der uneingelösten Versprechen der Ethnologie. Er richtet darin seinen Blick auf die Vergangenheit und die Zukunft des Fachs - und zugleich auf die eigenen Arbeiten. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Entstehung der Kultur, der Aktualität von Mythen und der Wirkung von Ritualen, die er mit Überlegungen zum Telos des Abendlandes und zur Begegnung mit dem Fremden verbindet. Auf dem Prüfstand steht dabei - damals wie heute - nichts Geringeres als unser Begriff der Moderne und unser Verständnis von Fortschritt und Zivilisation. Ergänzt werden diese programmatischen Texte durch Einblicke in de Martinos Feldforschung in Süditalien sowie durch Vignetten über die Wiederkehr des verdrängten Irrationalen im vermeintlich aufgeklärten Nachkriegseuropa und in der Sowjetunion. 'Eine -philosophische Ethnopoetik- von hoher sprachlicher und literarischer Intensität': Was Peter Braun im Philosophie Magazin über Die magische Welt schrieb, gilt in gleicher Weise für Ernesto de Martinos letztes Werk.
Ernesto de Martino, (1908-1965) war ein italienischer Anthropologe, Philosoph und Religionshistoriker. Er studierte bei Benedetto Croce und Adolfo Omodeo und führte mit Diego Carpitella Feldforschungen über die Bestattungsrituale in Lukanien und den Tarantismus durch.