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Für die Fragmente der frühgriechischen Lyrik (7./6. Jh. v. Chr.) - lange Zeit nur 'Wartetexte' - haben in den letzten Jahren neue Papyri, Kommentare und Interpretationen, die ästhetische und performative Aspekte berücksichtigen, die Diskussion wieder entfacht. Neues und neu bewertetes Material aus Archäologie und Ikonographie liegt bereit. Doch fehlt eine Untersuchung, die diese Ergebnisse verbindet und in einen größeren strukturellen Zusammenhang bringt. Dies soll hier erfolgen. Die Polis erweist sich dabei als tragende Struktur durch die Handelswege, in die sie eingebunden ist, wie in den kultisch-religiösen Festen als den Aufführungskontexten für Lieder und Tänze. Dieser Kontext wird erstmals Polis für Polis mit Hilfe literarischer, epigraphischer und archäologischer Quellen rekonstruiert. Neu wird der Bildkontext systematisch untersucht. Erstmals werden auch literaturgeschichtliche Testimonien ausgewertet. Diese Kontextualisierung erfordert eine Neuinterpretation zahlreicher Fragmente, aus der eine neue Geschichte der frühgriechischen Lyrik erwächst, die nicht nur für die Klassische Philologie, Archäologie und Alte Geschichte, sondern grundsätzlich auch für die Kultur- und Medienwissenschaften bedeutsam ist.
Eveline Krummen, Universität Graz, Österreich.