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Die Studie legt erstmals eine umfassende Geschichte der Genese frauenpolitisch motivierter Kooperationen im Rahmen einer Solidaritätsbewegung vor und spürt Aushandlungen und Konfliktenlinien nach. Sie fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Solidarität zwischen globalem Norden und Süden vor dem Hintergrund des Kalten Krieges. Das Bild strahlender Guerilleras und das Versprechen einer gerechteren Gesellschaftsordnung im sandinistischen Nicaragua inspirierte weltweit die Gründung transnationaler Solidaritätsbewegungen. Anhand der bundesdeutschen Nicaragua-Solidarität untersucht Friederike Apelt die Genese einer frauenpolitisch motivierten Kooperation zwischen nicaraguanischen und bundesdeutschen Akteur*innen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit und der transnationale Austausch über geschlechterpolitische Positionen und Forderungen transzendierte dabei die Grenzen des Kalten Krieges, spiegelte diese aber auch wider. Es wird deutlich, dass (feministische) Solidarität kein einseitiger Prozess war, bei dem Ideen, Theorien und Ressourcen ausschließlich vom Globalen Norden in den Globalen Süden transferiert wurden. Vielmehr handelte es sich um einen komplexen, multidirektionalen Austausch, den die Akteur*innen des Globalen Südens maßgeblich beeinflussten, der jedoch nie frei von asymmetrischen Machtstrukturen war.
Friederike Apelt hat am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover promoviert. Seit Dezember 2022 arbeitet sie in der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel.