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Wie verändern sich religiöse Traditionen, wenn sie in neuen gesellschaftlichen Kontexten gelebt werden? Dieses Buch bietet eine tiefgehende Analyse der Transformation von Kulturerbe in Moscheegemeinden in Deutschland - und zeigt, wie muslimische Gemeinschaften zwischen Tradition und Wandel ihre religiösen, kulturellen und sozialen Ausdrucksformen neu aushandeln. Im Zentrum steht die Frage: Wie entstehen in Moscheegemeinden kollektive Orientierungen, Konsens und Konfliktlinien, wenn es um das Erbe historisch gewachsener Normen und Praktiken geht? Anhand einer fallvergleichend rekonstruktiven Studie werden unterschiedliche Strategien sichtbar, mit denen Gläubige auf gesellschaftliche Erwartungen, innergemeinschaftliche Spannungen und die Herausforderungen kultureller Zugehörigkeit reagieren. Die Arbeit verbindet Pierre Bourdieus Feld- und Habituskonzept mit der Dokumentarischen Methode, um zu zeigen, wie soziale Milieus, migrationsgeschichtliche Erfahrungen und institutionelle Strukturen die Dynamik religiöser Organisationen prägen. So entsteht ein vielschichtiges Bild muslimischer Lebenswelten, das Moscheegemeinden als Orte gesellschaftlicher Aushandlung, Identitätsarbeit und kultureller Produktion begreift.
Nach seiner Promotion in Sozialwissenschaften ist Dr. Halil Emre Ucar aktuell am Institut für Islamische Theologie an der Universität Münster als Postdoctoral Researcher tätig. Dort beschäftigt er sich mit Islamischer Religionspädagogik, Fachdidaktik und untersucht soziologische Kontexte von islamischem Religionsunterricht.
Einleitung.- Stand der wissenschaftlichen Forschung.- Theoretischer Rahmen zur Analyse von Moscheegemeinden Konflikt, Feld und Organisation.- Methodisch-methodologische Grundlegung und Ausrichtung der Arbeit.- Darstellung der empirischen Ergebnisse.- Theoretische Diskussion und methodische Reflexion.- Schlussbetrachtung.