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Als Heinrich Heine 1822, während seiner kurzen Beteiligung am Projekt der „Wissenschaft des Judentums“, mit der Niederschrift seiner als Fragment veröffentlichten Erzählung Der Rabbi von Bacherach begann, signalisierte er ein literarisches Geschichtsbewusstsein, das demjenigen einer strukturierten jüdischen Historiographie um Jahrzehnte voraus war. Literarische Formen historischer Selbstvergewisserung, nicht selten charakterisiert durch mehr oder weniger hintergründige Analogien (etwa der Juden Deutschlands mit denen Spaniens vor und während der Inquisition) machen einen bedeutenden Teil der deutschsprachig-jüdischen Literatur vor allem des 19. Jahrhunderts aus. Doch das Spektrum reicht viel weiter. In der ursprünglich christlichen Legende vom Ewigen Juden fand jüdische Geschichtsschreibung eine ambivalente Form der Bewältigung historischer Existenz wie Marginalität des Judentums, wie dann aber auch immer stärker die literarische Rekapitulation der jüdischen Geschichte im deutschsprachigen Raum und zusehends auch die Zeitgeschichte selbst in den Vordergrund traten. Das gilt nicht zuletzt auch für die Emigration und den Holocaust, den in der deutschsprachig-jüdischen Literatur nicht zufällig jüdische Autorinnen und Autoren als erste offen thematisierten. Der Band umfasst fünf thematische Blöcke: I. Übergeschichtlichkeit; II. In die Geschichte gefallen; III. Im Zyklus der Analogien; IV. Literatur als Geschichte und V. Geschichte als Literatur. Dies is ein Open-Access-Buch.
Prof. Dr. phil. Alfred Bodenheimer ist Professor für Religionsgeschichte und Literatur des Judentums an der Universität Basel. PD Dr. Hans-Joachim Hahn war bis 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter im D-A-CH-Projekt „Deutschsprachig-jüdische Literatur seit der Aufklärung – Neue Zugänge in Paradigmen“ und ist Lehrbeauftragter am Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel. Dr. des. Rahel Stennes ist Doktorandin am Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel.
Einleitung.- Artikel.- Register.
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