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Bamberg, 1610: Die Inquisition klagt die Witwe und Wirtin Elvira de Landa der Hexerei an. Doch der Hexereivorwurf dient nur als Vorwand - in Wahrheit geht es den Anklägern um Elviras Vermögen. Ihr akribisch geführtes Hauptbuch (Geschäftsbuch) ist mächtigen Männern ein Dorn im Auge, denn es könnte ihre illegalen Profite entlarven. "Sie verfolgen keine Hexen... Sie verfolgen Vermögen, das keinen Schutz mehr hat, die Hexe ist nur die Verpackung", erkennt Elvira. Um sich an ihrem Besitz zu bereichern, soll sie als vermeintliche Hexe zum Tode verurteilt werden. Doch in letzter Sekunde, unmittelbar vor der Vollstreckung des Urteils, gelingt Elvira mit ihrer sechzehnjährigen Tochter Greta die Flucht aus der Stadt.
Eine atemlose Verfolgungsjagd durch ein von Aberglauben beherrschtes Europa beginnt. Der fanatische Inquisitor Padre Damián de las Cuevas nimmt unerbittlich die Verfolgung auf. Elvira und Greta schlagen sich quer durch Franken und fliehen weiter Richtung Flandern und Spanien, immer dicht gefolgt von Damián. Auf ihrer Flucht deckt Elvira nach und nach eine unheilvolle Verschwörung auf: Eine skrupellose Bürokratie instrumentalisiert den Glauben und die Angst der Menschen, um sich schamlos an den Habseligkeiten der Verurteilten zu bereichern. Elvira findet Belege dafür, dass die Hexenprozesse systematisch als Mittel zur Konfiskation von Vermögen missbraucht werden - Geständnisse werden durch Folter erzwungen und Prozesse unrechtmäßig beschleunigt, nur um an Besitz zu gelangen. In dunklen Amtsstuben und vor geheimen Tribunalen werden Elviras Mut, ihr scharfer Verstand und ihre Fähigkeiten mit Zahlen auf eine harte Probe gestellt.
Bewaffnet nur mit ihrem Hauptbuch voller Wahrheiten kämpft Elvira darum, die Verschwörung ans Licht zu bringen, bevor die gnadenlose Verwaltung sie zum Schweigen bringen kann. Sie vertraut darauf, dass die in Zahlen festgehaltene Wahrheit letztlich mächtiger ist als Lügen und Aberglauben. Es entfaltet sich ein düsterer, packender Historienthriller, in dem Tinte und Siegelwachs tödlicher sind als das Schwert - in Antwerpen "sterben Leute selten an Messern, sie sterben an Papier".
Hans Jörn Walbrecht schreibt Thriller über Macht, Verwaltung und die Mechanik der Angst. Sein Debüt Die Jagd auf die Buchhalterin erzählt von der tödlichen Logik der Inquisition und davon, wie Akten über Leben und Tod entscheiden können.
Mit dem Projekt Cipher wendet er sich den modernen Systemen der Informationskontrolle zu - Codes, Narrative und digitale Machtstrukturen. Parallel entsteht die 13-bändige Reihe Akte Aberglaube, die europäische Angstsysteme untersucht: von Werwolfprozessen bis zur "Schwarzen Akte".
Seine Bücher bewegen sich an der Grenze zwischen rationaler Analyse und existenziellem Grauen. Im Zentrum steht immer dieselbe Frage: Wer schreibt die Regeln der Wirklichkeit - und wer profitiert davon, dass andere daran glauben?