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Weltzeituhr erzählt von den Siebziger- und Achtzigerjahren in Ostberlin und verwebt individuelle Erfahrungen mit dem Weltgeschehen: Eine junge Psychologin fühlt sich durch die gesellschaftlichen Verhältnisse in ihrer Freiheit eingeschränkt und fragt sich immer wieder, was normal ist und warum ihr das Normale oft so befremdlich vorkommt. Ist es ein Nachhall auf die Nazizeit? Oder ein Abbild der DDR mit ihren Normen und Zwängen, der gefühlten Enge? Lässt sich mit Therapie die Welt verändern, und was hat diese Frage mit ihrer eigenen Herkunft zu tun? Auf der Suche nach Orientierung blickt sie mit fremden Augen auf ihr eigenes Leben - bei der Begegnung mit Magda, die während des Krieges Kinder aus dem jüdischen Ghetto geschleust hat und viele Jahre später mit autistischen Kindern arbeitet; bei ihrer Arbeit im Krankenhaus Herzberge, als sie in der Psychiatrie unvermutet auf einen alten Schulfreund trifft, der dort Patient ist; oder in einer Beratungsstelle, wo sie gemeinsam mit Familien den persönlichen Spielraum für Veränderung erkundet. Immer wieder zeigt sich, wie sehr das Politische das Private durchdringt: Persönliche Biografie wird zum Brennglas kollektiver Geschichte.
'Was mich in Weltzeituhr fasziniert, ist die leise warme Intonation, mit der das Recht auf das Private verteidigt wird.'
- Katja Petrowskaja 'Es ist imponierend, wie die Protagonistin, eine junge Psychologin, sich - ohne Verbitterung - aus der Enge der DDR herausgearbeitet hat und nicht allein im Westen nach neuen Antworten sucht, sondern sich auch auf die Reise in den Osten begibt, um ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Diese Offenheit war damals selten.'
- Jens Reich
Helga Kurzchalia, geboren 1948 in Berlin, studierte Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet seit vielen Jahren als Psychotherapeutin. Zuletzt hat sie gemeinsam die Bücher 'Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus' (2010), 'HIER' (2007, in Kooperation mit Ulrike Brückner und Angelika Barz) und 'Im Halbschlaf' (2000) veröffentlicht.