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I Magneten Die besten Freunde Meier, Otto und Bolzi leben in Göttingen und besuchen die 12. Klasse eines Gymnasiums. Sie sind fast immer zusammen und verhalten sich wie Magneten zueinander: Je nach Formation ziehen sie sich an oder stoßen sich ab. An der Schwelle zum Erwachsenwerden philosophieren die drei über das Leben, erkunden die Universitätsstadt mit ihrem studentisch-quirligen Alltag, diskutieren, streiten, essen, trinken, hören Musik und tanzen - doch plötzlich wird es ernst: Auf einer Burschenschaftsparty, zu der die drei sich unbefugt Zutritt verschafft haben, verhält sich Otto leichtsinnig und droht vom Balkon zu fallen - und Meier muss sich etwas einfallen lassen. Bei Kirjakos, dem griechischen Wirt und Geschäftspartner des ominösen Heinzi, von dem mehr gesprochen wird, als dass er in Erscheinung tritt, möchte Bolzi unbedingt auf eine geheimnisvolle Gäste-Liste: Die Aufnahme auf diese Liste, deren Bedeutung verschwommen bleibt, hat schon lange keiner mehr geschafft. Für sein Referat bei Strohmann setzt sich Meier mit Göttingens Stadtgeschichte auseinander. Er recherchiert über die Kirchen und Klöster, das Wach- und Wehrsystem samt der Stadtbefestigung, sowie die unterschiedlichen sozialen Schichten der mittelalterlichen Stadt. II Stromkreise Die Vorkommnisse auf der Burschenschaftsparty haben für Otto und Meier ein unangenehmes Nachspiel mit bedrohlichen Folgen. Meier verliebt sich in Suse. Obwohl er um ihre Bindung mit Harald weiß, stellt Meier ein Tape für Suse zusammen: Es ist als verkappte Liebeswerbung gedacht - die Auswahl der Songs will wohl überlegt, die Wirkung genau bedacht sein. Heinzi bittet Bolzi, Otto und Meier eines Abends um einen Gefallen; Bolzi hat seinen großen Auftritt bei Kirjakos - und die Übergabe des Tapes mißlingt. III Drehmoment Nach dem als schwerwiegend empfundenen Scheitern Meiers bei Suse und Bolzis missglückter Kraftmeierei bei Kirjakos treten beide die Flucht nach vorne an: In den letzten Sommerferien ihres Schullebens machen sie sich auf, mit dem Fahrrad die Alpen zu überqueren. Das kostet einerseits viel Kraft, lässt sie andererseits ihre eigene spüren - und vor allem deren Grenze, an die sie auf dieser Radtour stoßen. Und schließlich erleben sie in den Alpen die enorme Kraft der Natur, in Form von Wind, Regen, Hagel, Schnee und Gewitter, und die ihrer Freundschaft - die keine Grenzen kennt.
Jonas Niemann wurde 1976 in Göttingen geboren. In seiner Heimatstadt lebte er bis zum Abitur (1995). Nach Auslandsaufenthalten in Argentinien, USA und Frankreich studierte er in Göttingen, Heidelberg und Hannover Humanmedizin (bis 2003). An der MHH legte er 2005 auch seine Promotion ab, im Fachbereich Klinische Pharmakologie. Von 2004 bis 2009 fand Niemanns Facharztausbildung statt, in verschiedenen Kliniken Deutschlands - in der Inneren Medizin, der Chirurgie und der Allgemeinmedizin. Als Facharzt für Allgemeinmedizin ließ er sich 2010 schließlich als Hausarzt im niedersächsischen Wendland nieder: Dort arbeitet er bis heute - als Landarzt in einer ortsübergreifenden Gemeinschaftspraxis. Beruflich bildete sich Niemann weiter: Auf die Ausbildung (2013) zum Qualitätszirkel(QZ)-Moderator der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) folgte 2018 die Ausbildung zum Qualitätszirkel-Tutor der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin. In der Funktion als anerkannter QZ-Moderator leitet Niemann seit 2014 den "Qualitätszirkel Allgemeinmedizin" in Lüchow-Dannenberg - und als anerkannter QZ-Tutor seit Anfang 2025 die "Qualitätszirkelmoderatoren-Grundausbildung" der KVN in Hannover. Berufspolitisch gehört er zudem seit mehreren Jahren dem Vorstand der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) der Bezirksstelle in Lüneburg an und organisiert seit 2014 als Vorsitzender des Ärztevereins Lüchow-Dannenberg Pharmaindustrie-unabhängige Fortbildungsveranstaltungen. Familiäre Prägungen führten Jonas Niemann früh zur Kunst und Literatur: Die Großeltern, die Worpsweder Künstler Charlotte und Walter Niemann, gehörten zu den bedeutenden Künstlern der zweiten Generation in der Künstlerkolonie Worpswede. Großvater Walter, Maler, Bildhauer und Graphiker, war der beste Freund des NS-Widerstandskämpfers Heinz Strelow, der als Mitglied der "Roten Kapelle" 1943 in Berlin-Plötzensee von den Nazis hingerichtet wurde. Großmutter Charlotte, Pianistin und Hörspielmacherin, gilt als "Radiopionierin". Sie erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise, u.a. vom MOMA in New York, den Preis der Akademie der Künste in Berlin und mehrfach den "Deutschen Schallplattenpreis". Jonas Niemanns intensive Auseinandersetzung mit "Leben und Werk" der Großeltern führte ihn im Rahmen einer Vortragsreihe 2023/2024 u.a. in die "Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn" und die "Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh" in Worpswede. Aus den Vorträgen erarbeitete er ein Ausstellungskonzept, das die Lilienthaler Kunststiftung 2025 übernahm: Für die mehrmonatige Ausstellung "Walter Niemann - Der Tausendsassa aus Worpswede" der Lilienthaler Kunststiftung fungierte Jonas Niemann als Kurator. 2018 erschien Jonas Niemanns Romandebüt im Jeetzelbuch-Verlag: "Patient Krankenhaus - Doktor Faber hat Dienst". Darin verarbeitete er literarisch seine beruflichen Erfahrungen als Krankenhausarzt. Eine deutschlandweite Lesereise führte ihn u.a. zum Literaturfestival nach Berlin an den Potsdamer Platz, ins Theater nach Hannover, an die Universitäten in Hamburg, Greifswald, und Würzburg sowie ins Museum nach München in die Neue Pinakothek der Moderne. Der Roman wurde in der Tages- und Fachpresse positiv aufgenommen. Es folgten Buchbeiträge Niemanns für die Studie "Medizinische Versorgung zwischen Fortschritt und Zeitdruck" (Vandenhoeck & Ruprecht Verlage, 2020), herausgegeben von Prof. Martin Scherer (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin), und für den Katalogband der Technischen Universität München: "Das Kranke(n) Haus - wie Architektur heilen hilft" zur gleichnamigen Ausstellung (TUM, 2023). 2024 erschienen Artikel zu Niemanns Publikationen und zu seiner beruflichen Tätigkeit in der regionalen und überregionalen Presse (u.a.