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Deutschland ist ein erwerbszentrierter Wohlfahrtsstaat, der Kontinuität im Lebenslauf belohnt. Normalitätsvorstellungen sind durch strukturelle Rahmenbedingungen institutionalisiert und stellen Zielmarken zahlreicher politischer Aktivitäten dar. Die Abweichung von den Normalitätserwartungen geht mit unterschiedlich gelagerten Hürden einher. Am Beispiel der Lebenssituation junger geflüchteter Menschen im Übergang Schule-Ausbildung-Arbeit lassen sich zunächst wohlfahrtsstaatliche Hürden bestehend aus vier Elementen identifizieren, die durch die Heterogenität der Lebenslagen die Breite bildungs-, sozial- und arbeitsmarktpolitischer Unterstützungssysteme ansprechen. Dies ist der Ausgangspunkt der Arbeit von intermediären Akteur:innen. Sie loten Möglichkeiten aus, eine Passung zwischen individueller Biographie der Klient:innen und strukturellen Rahmenbedingungen herzustellen, um Teilhabe zu ermöglichen. Die Auswertung von Interviews mit Akteur:innen der Migrationssozialarbeit gibt Aufschluss über deren Wirkmächtigkeit, die sich aus ihrer Systemkenntnis und vertrauensvollen Vernetzung ergibt.
Dr. Marina Ruth ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen und arbeitet am Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS).
Dank
1. Einführung
2. Theoretischer Rahmen 2.1 Prozess- und Figurationssoziologie 2.2 Soziologische Lebenslaufforschung 2.3 Street Level Bureaucracy 2.4 Entwicklung eines prozessualen und relationalen Intermediaritätsansatzes 2.5 Anwendungsbeispiel: Rahmende Begriffsklärung
3. Methodik 3.1 Qualitative Inhaltsanalyse 3.2 Dokumentenanalysen 3.3 Sekundäranalysen 3.4 Erhebung und Auswertung qualitativer Interviews
4. Wohlfahrtsstaatliche Hürden: Strukturelle Rahmenbedingungen in Interdependenz und Wechselwirkung 4.1 Das Wohlfahrtsregime in Deutschland 4.1.1 Entwicklungen 4.1.2 Charakteristika und Prinzipien im deutschen Wohlfahrtsregime 4.1.3 Das deutsche Wohlfahrtsregime als mehrdimensionales System 4.2 Das Bildungssystem in Deutschland 4.2.1 Grundsätzliches und Merkmale 4.2.2 Rahmenbedingungen im deutschen Bildungssystem 4.2.3 Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf 4.2.4 Anerkennung von ausländischen Schul- und Berufsabschlüssen 4.3 Migrationspolitik und Integrationspolitik: In Widerspruch und Wechselwirkung 4.3.1 Migrationspolitische Rahmenbedingungen 4.3.2 Integrationspolitische Rahmenbedingungen 4.4 Sekundäranalysen zur Charakterisierung wohlfahrtsstaatlicher Hürden 4.4.1 Die vier Dimensionen wohlfahrtsstaatlicher Hürden 4.4.2 Wohlfahrtsstaatliche Hürden im Übergang Schule-Ausbildung-Beruf 4.4.3 Schwerpunktthemen 4.5 Zusammenfassung: Regime und Implikationen
5. Unterstützung junger geflüchteter Menschen: Eine spezifische Interaktion 5.1 Empirische Herleitung: Integration Intermediaries als integrationspolitisches Instrument 5.2 Organisationaler Kontext 5.3 Profession 5.4 Handlungskonzepte im Arbeitsfeld der Integration Intermediaries 5.5 Zusammenfassung: Einflussfaktoren auf die Arbeit der Integration Intermediaries
6. Die Funktion der Integration Intermediaries 6.1 Dokumentenanalysen zu zwei exemplarischen Integration Intermediaries 6.1.1 Jugendmigrationsdienste 6.1.2 Teilhabemanagement 6.1.3 Zusammenfassung 6.2 Auswertung qualitativer Interviews zu Handlungsorientierungen der Intermediäre 6.2.1 Handlungsorientierungen mit Fokus Agency 6.2.2 Handlungsorientierungen mit Fokus Structure 6.2.3 Einflussfaktoren auf die Handlungsorientierungen 6.3 Zusammenfassung: Die Rolle intermediärer Akteur*innen im Umgang mit wohlfahrtsstaatlichen Hürden bei entstandardisierten Lebensläufen
7. Fazit Abbildungen Tabellen Literatur Anhang A. Interviewleitfaden B. Einverständniserklärung der im Rahmen des Promotionsprojekts vorgenommenen Interviews mit Integration Intermediaries