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«Not one inch eastwards», nicht einen Schritt weiter nach Osten. Mit diesen Worten schlug US-Außenminister James Baker Gorbatschow im Rahmen der Verhandlungen um die deutsche Wiedervereinigung einen hypothetischen Handel vor: Ihr gebt euren Teil Deutschlands frei, wir verrücken die Nato nicht nach Osten. Seitdem ranken sich um dieses Gespräch zahlreiche Legenden und Kontroversen. Gab es ein Versprechen des Westens, sich nicht auszudehnen? Und wie kam es zu der heute so umstrittenen Nato-Osterweiterung? Mary Elise Sarotte hat Unmengen von Archivmaterial durchforstet, um eine der großen politischen Streitfragen unserer Zeit zu klären. In ihrem grundlegenden Buch führt sie in das entscheidende Jahrzehnt zwischen dem Mauerfall und dem Aufstieg Putins. Dabei zeigt sie, warum es nicht zu einer neuen Sicherheitsarchitektur für Europa kam und wie damals die Saat gelegt wurde für die Spannungen, die unsere heutige Welt bestimmen.
Mary Elise Sarotte, geboren 1968, ist eine US-amerikanische Historikerin. Sie lehrt an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, wo sie die erste Inhaberin des Kravis-Lehrstuhls für Geschichte ist. Zudem ist sie Teil des Center for European Studies in Harvard und des Council on Foreign Relations. Ihre Forschungsschwerpunkte sind der Kalte Krieg und seine Folgen, die NATO-Osterweiterung, deutsch-amerikanische Beziehungen und die post-sowjetische Geschichte.