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Von Gefühlen ist gegenwärtig viel die Rede - ob in politischen Auseinandersetzungen oder wissenschaftlichen Debatten. Der historisch-kritische Blick auf das Fühlen macht es möglich, Vergangenheit vielschichtiger zu begreifen und Gegenwart anders zu perspektivieren. Nach zwei Jahrzehnten emotionshistorischer Forschung stellen sich grundlegende Fragen neu: Welche Bedeutung hat die Erkenntnis, dass Körper heute biokulturell gedacht werden, dass sich emotionales Wissen und emotionale Praktiken umfassend wandeln? Wie gelingt eine multiperspektivische Globalgeschichte der Gefühle? Wie verändert sich das Verhältnis von Geschichtswissenschaft, Medien und Öffentlichkeit durch Emotionsgeschichte? Inwiefern tragen emotionshistorische Perspektiven zu breiteren geschichtswissenschaftlichen Debatten bei? Diese Fragen ziehen sich durch das Heft, das vielversprechende neue Ansätze vorstellt.
Die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) ist ein zentrales Medium zur Diskussion neuer Entwicklungen aus allen Bereichen der Geschichtswissenschaften, vor allem der Sozialgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Kulturgeschichte (historische Kulturwissenschaft), Geschlechtergeschichte und Wissenschaftsgeschichte. Besondere Berücksichtigung finden Debatten um Theorien und Forschungsmethoden. Sie werden in wissenschaftlichen Aufsätzen, aber auch in Gesprächen und Interviews mit Forscher*innen, in Werkstattberichten aus laufenden Projekten und in Review-Essays diskutiert. Die in der OeZG erscheinenden Beiträge werden einem Peer-Review-Verfahren unterzogen.