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Dieses Buch verdeutlicht den fatalen Zusammenhang von Beschämung und Gewalt: In der ohnmächtigen Phase seiner ersten Lebensmonate erlebt ein menschliches Wesen Missachtung und mangelnde Fürsorge als Beschämung der eigenen Existenz. Sich abgelehnt, unbedeutend oder benutzt zu fühlen, wird zur Ur-Erfahrung von Gewalt, die ihrerseits gewaltsame Strategien auslöst, um die eigene Todesangst nicht mehr spüren zu müssen. Zwischen Anpassung und Widerstand, Dienen und Herrschen, Depression und Aggression gibt es verschiedene Wege, sich selbst und andere zu unterdrücken oder zu zerstören und so das Trauma der Existenzscham von sich abzuspalten. Zugleich sehnen wir uns danach, den zwanghaften Kreislauf der Gewalt dauerhaft zu überwinden: In einer mitfühlend zugewandten und solidarischen Gemeinschaft kann die beschämte Existenz ihr Trauma schöpferisch verwandeln und ihr Dasein (wieder) als einzigartiges Geschenk an die Welt erleben.
Dr. Otto Teischel (*1953) ist Philosoph, Psychotherapeut und Autor. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Regensburg und Hannover und eröffnete nach seiner Promotion 1986 eine 'Philosophische Praxis' in Bonn. Später absolvierte er in Österreich Ausbildungen in Existenzanalyse und in Psychoanalyse und arbeitete als Psychotherapeut in eigener Praxis in Klagenfurt. Dort leitete er in einer Psychosomatischen Klinik viele Jahre lang eine wöchentliche Filmtherapie Gruppe. Daraus entwickelte Teischel den Ansatz einer 'Existenziellen Psychoanalyse', die das subjektive Bewusstsein des einzelnen Menschen aus dem Trauma seiner beschämten Existenz erhellt. Eine solidarische Psychotherapie bestärkt - wie die Kunst - unsere ursprüngliche Sehnsucht nach einem schöpferischen Leben und wird zur liebevollen Revolte gegen jede Form der Gewalt.